Tierisches

Willkommen auf dem Planeten der Affen

Willkommen auf dem Planeten der Affen

Ein Gorilla wurde erschossen. Trauer um Harambe, der wie King Kong nichts dafür konnte und unschuldig zum Kopfschuß kam.

Die Geschichte muß ich ja nicht noch einmal erzählen. Ein kleiner Neger zwängt sich durch die Absperrung, fällt dem Affen vor die Füße und der geht nicht gerade sanft mit ihm um. Den Verwandten hat er anscheinend nicht erkannt. Lebensgefahr also. Ein gezielter Schuß bereinigt die Gefahr, Kind gerettet, Affe tot.


Was nachher kommt, ist einigermaßen seltsam und wirft ein bezeichnendes Licht auf die Gesellschaft in der wir leben. Blumen und Kerzeln für den Affen, der Zoodirektor, der alles richtig gemacht hat, muß sich Vorwürfe gefallen lassen. Ein seltenes Tier ist gestorben, ging aber nicht anders.

Man rechne das Leben eines Kindes – egal wer an der Sache wirklich schuld ist – gegen das Leben eines Tieres. Wie zu entscheiden gewesen ist, kann nicht zweifelhaft sein.

Man nennt so etwas den Rettungsschuß und der war angebracht. Eine andere Möglichkeit hat sich nicht geboten. Das war es.

Trauer um das Tier ist unpassend. Wer das zelebriert, sollte sich selber in einen solchen Affenkäfig begeben. Aber vielleicht sind wir ohnehin schon alle drinnen.

P.S.: In der Heimat des Harambe werden von einheimischen Wilderern diese Affen reihenweise erschossen. Sie werden verspeist als Bushmeat und ihre Hände und andere Körperteile werden getrocknet am Markt angeboten. Keinen stört das. Folklore eben. Unsere Blumen- und Kerzerlkinder sollten einmal dorthin fahren. Ob sie wieder zurückkämen weiß ich nicht. Ist aber nicht so wichtig.