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Schwarz ist keine Farbe

Wer auf die Idee gekommen ist, daß man schwarz sein muß um bunt zu sein, das weiß ich nicht. Aber irgendein Trottel wird das schon gewesen sein. Also ist schwarz jetzt das neue bunt. Wir erleben das gerade in den USA, aber ic denke, das wird nicht wirklich lange gut gehen.

Denn irgendwann wird die Plünderei nicht mehr so weitergehen. Denn die Lokalbesitzer werden sich wehren. Und sie haben ja genug Instrumente dafür. 2nd Amendement, wir haben das begriffen und die Schwarzen werden das auch bald begreifen.

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Auf der Suche nach einer neuen Bundeshymne

 

Die alte hat mir wirklich noch nie gefallen. Obwohl angeblich die Melodie vom Mozart sein soll, was ich nie so recht geglaubt habe. Der Text von der Preradovic war schon in Ordnung, immerhin habe ich sie und ihre Familie gut gekannt. Und immerhin haben ihre Buben damals den Text recht verhunzt (Land der Erbsen, Land der Bohnen . . .) und ob sie dafür eine hinter die Löffeln gekriegt haben, weiß ich nicht. Wahrscheinlich eher nicht. Die Frau Preradovic war nämlich eine recht vornehme Dame.

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Beiträge 2010

Der Sündenfall der ÖVP oder: Die Rache des Archivs/Fachliteratur

 

Der Sündenfall der ÖVP oder: Die Rache des Archivs
 
 
Gerade läuft im IWÖ-Forum eine Diskussion über die Haltung der Politiker zum Waffengesetz.
Klar wird daraus, daß die SPÖ ihre Haltung zum Waffengesetz seit 1997 nicht geändert hat. Man ist aber von der offensiven Waffenverbotsstrategie abgerückt, weil die Wähler das der Partei 1999 vergolten haben. Taktisch klug hat man daher auf die EU gesetzt und geduldig gewartet, bis 2008 eine neue Waffenrichtlinie herausgekommen ist. Manche gutgläubigen Österreicher haben das gefressen.
Bei der ÖVP lief es ein wenig anders: 1997 haben die maßgebenden ÖVP-Politiker dem von den Roten und Grünen geplanten Waffenverbot eine entschiedene Absage erteilt. Dennoch: ganz einheitlich war die Haltung der ÖVP in dieser Frage nicht. Politiker wie Amon, Karas, Busek und Morak, auch Görg haben sich für Verschärfungen des Waffengesetzes ausgesprochen. Gut, die sind alle nicht mehr im Amt oder nach Europa entsorgt, wird man sagen, aber es gibt auch Waffengegner in den Reihen der ÖVP, die immer noch aktiv sind und bedeutende politische Positionen einnehmen. Der Landeshauptmann Pröll zum Beispiel.
Unser Chefredakteur ist im Archiv fündig geworden. Das Archiv ist ja die Rache der Journalisten. Pröll hat damals, am 5.3.1998 der Zeitschrift NEWS, ein Interview gegeben, das man in der Nr. 10/98, auf der Seite 7 nachlesen kann. Zitat:

„Waffen: Pröll für strenge Gesetze

Während die ÖVP ein grundsätzliches Verbot privater Waffen nach wie vor ablehnt, ermunterte Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll Innenminister Schlögl zu strengeren Gesetzen. Nach dem Mord von Zöbern schrieb Pröll an Schlögl: "Ich ersuche Dich, die Voraussetzungen für den Erwerb von Waffen möglichst streng zu regeln..." Schlögl schrieb zurück: "Ich halte gerade in dieser Phase Dein Schreiben für einen konstruktiven Beitrag und habe mir erlaubt, darauf an geeigneter Stelle hinzuweisen." Vorerst ohne Erfolg.“

Bei welcher „geeigneten Stelle“ Schlögl darauf hingewiesen hat, weiß man nicht. Jedenfalls ist es zu der von Pröll gewünschten Verschärfung nicht gekommen. Wahrscheinlich hat Schlögl den Landeshauptmann einfach ins Leere laufen lassen. Geschickt gemacht, denn Schlögl war immer ein recht gescheiter Politiker und wirklich kein Waffengegner.
Man darf also der ÖVP nicht trauen. Zumindest nicht beim Waffenrecht. Pröll ist immer noch im Amt und der Neffe ist Vizekanzler. Schöne Aussichten.
 
 
 
Fachliteratur
 
Wie man weiß, hat der Erwin Pröll den „Schatz im Silbersee“ gelesen. Gelernt hat er aber nichts daraus. Beim Karl May nämlich vertraut Old Shatterhand auf seinen Henrystutzen und seine Silberbüchse. Sein Leben und das seiner Gefährten wird oft und oft mit diesen Waffen gerettet. Hätte es die strengen Pröllschen Waffengesetze damals schon gegeben, hätte der kleine Erwin wohl die Pippi Langstrumpf lesen müssen.

Kommentare   

+9 #3 Guest 2010-11-04 18:18
Lieber Dr. Z!
Liebe Kommentatoren!

Gerade der Erwin Pröll ist ja der größte Opportunist in der ÖVP, egal wo die Wählerstimmen herkommen dort wird hingerufen...

z.B. am 18.4. 2009 Um 14 Uhr kam dann Landeshauptmann Dipl-Ing. Dr. Erwin Pröll (ÖVP) zum Fest in Grafenegg. In einem Bühnengespräch, moderiert von Mag. Richard Grasl (ORF), gab sich der Landesvater launig und betonte, dass ihm die Jagd und die Jäger sehr wichtig sind. "Die Jägerinnen und Jäger sind wichtige Partner unserer Landschaft und Natur und als Landeshauptmann bin ich den niederösterreichischen Jägerinnen und Jägern sehr dankbar für deren umsichtigen Umgang mit der heimischen Natur", sagte der Landeshauptmann und bat die Jäger/Innen auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin der Tradition verhaftet und tief verwurzelt zu bleiben.

Sein Neffe der ebenso opportunistisch wie der Onkel auftritt nur 10mal so schnell spricht gibt dem Anblick dieses Statement:

Und was sagen Sie zu den kleinen,
aber sehr aktiven Grüppchen der
Kritiker bzw. Jagdgegner?
Josef Pröll: „Das sind Menschen, die
ganz was anderes treibt, die keine
Wurzeln und keine Traditionen haben,
die das ablehnen, was Kultur
ausmacht...

Man sollte die Herren von der ÖVP nicht an Ihren Worten messen sondern an Ihren Taten, was aber für uns Legalwaffenbesitzer die selbe Entäuschung bringen wird...
-2 #2 Guest 2010-11-04 18:16
Dr. Z Sie haben vollkommen recht. Auf die ÖVP ist einfach kein Verlass mehr. Einst bürgerlich und bodenständig - jetzt abgehoben, unehrlich, ja den Bürgern völlig fremd! EU hörig wie ein Hund vor seinem Herrerl!
+7 #1 Guest 2010-11-04 10:24
Zitat:
Beim Karl May nämlich vertraut Old Shatterhand auf seinen Henrystutzen und seine Silberbüchse.
Hier muß ich korrigieren: Old Shatterhand war mit Henrystutzen und Bärentöter bewaffnet, die Silberbüchsegehört(e) Winnetou.
Vielleicht hat der Old Shatterhand sie ja dann geerbt. Wird ja keine VSRF gewesen sein...

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