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Die "Kriminalpolizei" - die Zeitschrift

 

Die „Kriminalpolizei“ – die Zeitschrift
 
Ich bin ein alter Abonnent. Wer die „Letzten Tage der Menschheit“ gelesen hat, weiß wie ich es meine.
Ich bin also ein alter Abonnent dieser Zeitschrift, früher habe ich sogar darin inseriert. Die Zeitschrift wird von der Vereinigung österreichischer Kriminalisten herausgegeben, ist wirklich gut und seriös gemacht. Immerhin ist der ehemalige Vizepräsident der IWÖ, Alfred Ellinger, in der Redaktion und liefert immer wertvolle Beiträge.
Daher darf ich auch kritisieren.
 
Zum ersten: Gayle Cops
In der Nummer 10-11 der „Kriminalpolizei“ schreibt Herbert Windwarder unter dem Titel „Kiberer Blues“ unter anderem über die Gay Cops Austria, die im Juli dieses Jahres eine Schwuchtelveranstaltung ausgerichtet haben. Kräftig unterstützt vom Innenministerium, das sich davon wahrscheinlich einen Imagegewinn versprochen hat.
Die FPÖ hat deshalb parlamentarisch angefragt. Zu recht. Vor allem nach den Kosten und den Sponsorbeträgen. Darüber schreibt Windwarder nichts, wäre aber recht interessant gewesen. Wir wissen also nicht, wieviel der Spaß – uns den Steuerzahler nämlich – gekostet hat.
Bei den gay cops stellt sich natürlich außerdem die Frage, wie es dieselben mit den Perlustrierungen halten. Auch das hat die FPÖ interessiert. Normalerweise werden ja Frauen von Polizistinnen und Männer von Polizisten durchsucht. Bei den Homosexuellen wird es aber problematisch. Soll ich mich vielleicht von einem Polizisten durchsuchen lassen, der die Per“lust“rierung entsprechend versteht?
Der Autor des Beitrags verblödelt aber die Geschichte und meint, daß die sexuelle Ausrichtung hier keine Rolle spielen dürfe. Wenn das also so wäre, lassen wir halt die Sexualität beiseite und perlustrieren nach Lust und Laune. Der oder die Ausgegriffene wird schon damit umgehen können.
 
 
Zum zweiten: eine Buchbesprechung
Ist zwar keine, aber was ähnliches: In der Zeitschrift „Nervenheilkunde“ untersuchen drei Wissenschaftler den Amoklauf von Winnenden. Der „Kriminalist“ schreibt dazu:
„Der 17jährige Tim K. stürmt eine Klasse im Obergeschoß des Schulgebäudes. Mit einer Beretta 92, einer halbautomatischen Maschinenpistole, tötet er fünf Schüler und stürmt die Nachbarklasse.“
Wer ist da am Werk und wer hat den Blödsinn geschrieben? Die Wissenschaftler oder der Autor der Besprechung? Beides wäre eine unglaubliche Blamage.
Eins ist aber sicher: Alfred Ellinger hat das nicht gelesen.