Gastbeiträge

Häupl pocht auf Regeln für Ausländer

 

KRONE titelte gestern: HÄUPL POCHT AUF REGELN FÜR AUSLÄNDER
 
Late Watcher.
 
„10 Jahre zu spät Herr Häupl“ müßte man titeln. Spätzünder Häupl, der viele Probleme lange geleugnet hat, macht nun Wien Glauben, sicher und lebenswert zu sein. Mit Kulissenaufbauten, Festln und verbrämenden englischen Schmähtiteln. Wie Nightwatcher statt Nachtwächter, mit Wastewatcher statt Mistkontrollore oder Housewatcher statt Blockwarte. Sicherheit für Wien, mit nur einer Handvoll Wächter für eine Millionenstadt. Papierene Alibiaktionen, weil ihm die Stracheangst tief in der breiten Hose sitzt.
Plötzlich auch der Einsatz einer Handvoll Mediatoren zum Schutz für seit Jahren verängstigte Omas und Mütter in vertürkten Gemeindebauten. In einem bisher stets geleugneten Drangsal-Szenario für Altwiener. Und dann, mit einer „was Onkel Erwin kann, kann ich auch Taktik“, ein Wahlprolog-Kalender mit einem Rock a Round the Clock Eventprogramm-Teppich der vergatterten roten Seilschaften. Ruheräume für grell/rote, schwule Life (Aids) Ballbesucher im Rathaus, Probeliegen bei der Wien-Bestattung, Wahlfahrten beim Wiener Linien Festl, Odeur-Party in den Wiener Kläranlagen, Türkenschnuppern am schnell behübschten Yppenmarkt/Brunnenmarkt, Kulinarik-Wandern am Bisamberg zum Gehrer, Seitenblicke-Start in Konrad’s schwarzen Giebelkreuzturm als Beweis der verhaberten „Wir san Wir“-Society, Rahimi-Bussi-Parties usw.. Dazu Steiermark-, Waldviertel-, Garten- und Sonstwie-Märkte. Aber nichts wirklich Wahres und Ehrliches für besorgte Wiener. Nur weitere knallbunte Luftballon-Beiträge, welche Spannungen negieren und die Unzufriedenheit weiter aufbauen. Dazu noch vielfach bezahlt von stadtnahen Firmen in „Line Extension“, die 2010 das 3-fache an Werbebudget verpulvern mußten, wie Mediaresearch feststellt.
 
Aber, was lange gärt wird bald zur Wut. Das ist nicht gut.
 
 
 
Lutz Nowotny