Waffenrecht

Zeit für ein Gedicht

 

Zeit für ein Gedicht
 
Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
dem Mann in seine Rechte;
drum gab er ihm den kühnen Mut,
den Zorn der freien Rede,
daß er bestände bis aufs Blut,
bis in den Tod die Fehde.
 
Zumindest die Anfangszeile wird manchem geläufig sein. Das ist ein altes Gedicht, stammt aus dem Jahr 1812 und ein gewisser Ernst Moritz Arnd hat es geschrieben. Es gibt noch einige weitere Strophen.
Wie die Zeit vergeht. Wenn man das liest, stellt man fest, daß der freie Mann mit seinen Rechten lange vorbei ist. Zweihundert Jahre nämlich.
Was ist geblieben? Nach zweihundert Jahren?
Nicht wirklich viel. Der Gott, der Eisen wachsen ließ, will immer noch keine Knechte, eine vergebliche Hoffnung. Denn inzwischen sind wir alle Knechte geworden.
Das Recht auf die freie Rede haben wir schon längst verloren, ist inzwischen gesetzlich verboten worden, das Recht auf die eigene Art, auf Sitte und auf Land – kommt im Gedicht später vor – gibt es auch nicht mehr. Wir haben Mulitikulti, fremde Sitten und unser Land ist auch unser Land nicht mehr, jeder kann es betreten und besetzen, wie es ihm gefällt und mit unseren Sitten Schindluder treiben.
Und das Recht auf Waffen, auf Säbel Schwert und Spieß, ist kein Recht mehr. Es ist zu einer Gnade der Herrscher geworden, die diese nach Belieben erteilen und wieder wegnehmen können. Und ohne Waffen, ohne das Recht auf Waffen ist man ein Knecht, ein Sklave. Da hilft kein Herrgott. Nicht einmal der, der Eisen wachsen ließ.