Waffenrecht

Gaston Glock aufgedeckt?

 

Gaston Glock aufgedeckt?
 
Wohl nicht. Kurt Kuch, der rasende „NEWS“-Reporter hat zwar den Titel „Aufdecker“, aber verliehen hat er ihn sich selbst oder halt seine Kumpane der Zeitschrift „NEWS“. Also zumindest bei Glock ist die angekündigte Aufdeckung nicht gelungen, herausgekommen ist nur ein Interview, bei dem der alte Fuchs überhaupt nichts preisgegeben hat. Immerhin hat Kuch ein laufendes Aufteilungsverfahren zwischen Gaston Glock und seiner geschiedenen Ehegattin zu einer Story aufgeblasen und damit ein Interview provoziert und produziert.
Der journalistische Druck – man könnte auch „Erpressung“ dazu sagen, hat ein Ergebnis gebracht. Mager, aber für eine Story im Aufdeckerblatt hat es gereicht.
In der Sache selbst schreibe ich nichts, ich weiß ja noch viel weniger als der Aufdeckerkönig mit seinen neuen Kleidern.
Aber das Entree zur Story ist wieder einmal bezeichnend für „NEWS“. Daß die Zeitschrift und seine Journalisten ein gestörtes, um nicht zu sagen paranoides Verhältnis zu Schußwaffen haben, ist sattsam bekannt. Da steht also:
„Die Glock-Pistole ist ein international höchst erfolgreiches Qualitätsprodukt, wird von Sicherheitskräften – und nicht immer legitimierten Privatpersonen – auf mehreren Erdteilen verwendet.“
Die sprachliche Ausformung des Satzes erreicht mühelos „NEWS“-Niveau. Was der Zwischensatz „und nicht immer legitimierten Privatpersonen“ heißen soll, ist rätselhaft. Sind also Privatpersonen nicht legitimiert, eine Glock-Pistole zu verwenden? Sind sie immer nicht legitimiert? Sind sie nie legitimiert? Sind sie prinzipiell nicht legitimiert? Sind nur Sicherheitskräfte legitimiert? Auf welchem Erdteil ist man legitimiert?
Ein Jammer. Schreiben können sie nicht beim „NEWS“, verständlich ausdrücken können sie sich auch nicht – ist aber egal. Hauptsache es steht was dort.