Kriminalität

Die alten Tanten

 

Die alten Tanten
 
Schon wieder eine alte Dame, die ein Verbrechen verhindert hat. Die Pensionistinnen übernehmen allmählich die Rolle unserer Exekutive. Sie sind zornig, wütend und sie trauen sich was. Und das wichtigste: Sie haben keine Vorgesetzten, keine weichgespülten Generäle, die ihnen die Gegenwehr ausreden wollen.
Vor ein paar Tagen hat eine ältere Frau einen Trafik-Räuber mit einer Stange davongeprügelt. Raub gescheitert, Täter geflohen. Bravo!
Eine Bankrotterklärung unserer Sicherheitspolitik. Die Herrschaften ganz weit oben, mit goldenen Krägen verziert, mit Orden behängt, raten zum Nachgeben, zum Ausliefern, zur Kooperation mit den Verbrechern. Diese feigen Kerle wollen, daß die Opfer genau so feige sein sollen wie sie selber. Diese hohen Polizisten tragen keine Waffe mehr und wenn sie eine besitzen, sperren sie diese in den Tresor, damit sie nicht etwa herausspringt, von alleine losgeht und Unheil stiftet.
Wir leisten uns Generäle, Oberste und Ministerialräte und wir leisten uns eine Ministerin, Herrin über all diese hochdekorierte Ansammlung von Verbrechensbegünstigern.
Und dann kommt eine Oma, eine alte Frau und beschämt mit ihrem Mut, mit ihrer Empörung alle diese Herr- und Frauschaften.
Allmählich werden wir für unsere Sicherheit selber sorgen müssen. Und die Omas machen es uns vor. Mit ihren bloßen Händen und manchmal mit einer Rollbalkenstange. Und während die Herren Generäle ihre Pistolen in Safes einsperren, werden wir unsere halt wohl oder übel herausholen müssen.