Waffenrecht International

Wieder einmal kein Amoklauf

 

Wieder einmal kein Amoklauf
 
Ein Verrückter hat in einem Kino zahlreiche Menschen erschossen, viele verletzt. Tatort: eine kleine Stadt in Colorado, USA. Gerade war die Premiere des neuen „Batman“-Films, der Saal war voll als der Mörder zu schießen begann.
Auch wenn alle Medien von einem Amoklauf sprechen und schreiben – ein Amoklauf ist das nicht gewesen. Aber das wurde hier ohnehin schon oft klargestellt, eine Hoffnung auf eine korrekte Berichterstattung besteht aber nicht. Unsere Journalisten sind einfach in das Wort „Amok“ allzusehr verliebt. Und wenn nach dem Verständnis unserer Schreiberlinge schon eine Amokfahrt vorliegt, wenn einer bei Rot über die Ampel fährt, kann man nichts machen. Aufklärung ist sinnlos.
Die Motive des Mörders sind unklar, vielleicht hatte er gar keine, zumindest keine solchen, die man verstehen kann.
Aber da bei der Tat geschossen worden ist und der Täter angeblich(?) seine Waffen legal gekauft hatte, wird sich bald der Ruf nach strengeren Waffengesetzen erheben. Hauptsächlich bei uns und in Deutschland, wo ja auch nach dem Massenmord in Norwegen nach einer Waffengesetzverschärfung gerufen wurde. In den USA wohl nicht, denn da ist Wahlkampf und die Waffenbesitzer sind Leute, die gerne wählen und zwar immer den, der ihre Rechte nicht antastet.
Waffenverbote bringen natürlich nichts. Auch das ist selbstverständlich. Immerhin sind auch Massenmorde und Amokläufe streng verboten und sie geschehen dennoch. Wie man solche Monsterverbrechen mit einem Verbot der Tatwerkzeuge verhindern oder beherrschen möchte, ist nur jenen Journalisten und Politikern klar, die ihren Verstand beim Eintritt in die Redaktionsstuben oder in die Parteilokale abgegeben haben.
Aber vielleicht verbietet man bei uns in Europa wieder etwas. Damit es in Colorado sicherer wird.
 
 
Einfach zum Nachdenken
Auf Mord steht in vielen US-Bundesstaaten die Todesstrafe und vollstreckt wird sie auch. Die Todesstrafe verhindert solche Morde aber nicht. Vor allem solche Morde nicht, bei denen sich der Täter nachher selbst tötet, also sich selber zum Tod verurteilt. Was kann da die Todesstrafe bewirken?
Dagegen: Auf illegalen Waffenbesitz steht in den meisten Fällen bloß Gefängnis – in schweren Fällen etwa ein Jahr und das oft bedingt.
Wie also ein gesetzliches Waffenverbot einen Mord verhindern kann, den die Todesstrafe nicht verhindert, verstehe ich nicht. Die Propagandisten gesetzlicher Waffenverbote glauben das aber ganz fest. Irgendetwas stimmt da also nicht. Vielleicht sollte man darüber nachdenken.
 
Ich warte

auf die Artikel und die Kommentare des Herrn Rauscher, der Frau Swoboda, des Herrn Perry und der anderen geistig Herausgeforderten mit der Lizenz zum Schreiben. Sie werden schreiben und ich weiß schon was. Und es wird nicht gescheiter sein als das, was sie bisher zu diesem Thema geschrieben haben.