Geschichte

Zweimal gewonnen, einmal verloren

Zweimal gewonnen, einmal verloren

 

Am 12. September 1683 haben die Wiener (und die alliierten Truppen) die Türken vor Wien vernichtend geschlagen, die Belagerung gebrochen und Wien vor einem fürchterlichen Schicksal gerettet. Schon 1529 war Wien in Gefahr, erobert zu werden, auch damals konnte die Belagerung siegreich beendet werden.

 

 

Ein Grund, also sogar zwei Gründe, das zu feiern. Und das geschah auch am Wiener Minoritenplatz. Auch nach so vielen Jahren kann man stolz sein auf den heldenhaften Widerstand des christlichen Wien und glücklich sein über die Errettung vor Mord, Brandschatzung und Zerstörung.

Kritik an diesen Feiern kam von einer türkischen „Kultur“gemeinde, was immer das sein mag. Man möge mit solchen Feiern aufhören, bei denen Krieg und Tod in Erinnerung gerufen werden, so ein gewisser Birol Kilic, das schüre nur Vorurteile.

Wir erinnern uns aber immer noch an den Krieg, an den Tod und an die Verwüstungen, welche die türkischen Heerscharen über unser Land gebracht haben. Wir erinnern uns immer noch an die Vergewaltigungen, an die Versklavungen und an die Folterungen. Wir erinnern uns und wir feiern, daß es uns, unseren Vorvätern gelungen ist, diese Barbarei abzuwehren und zu beenden.

Und wir lassen uns diese Feiern, dieses Gedenken nicht verbieten. Nicht von einem Türken. Denn sonst hätten wir zweimal gewonnen, letztlich aber doch verloren.