Jagd

Treiber erschossen – die Hyänen der veröffentlichen Meinung wachen auf

 

Treiber erschossen – die Hyänen der veröffentlichen Meinung wachen auf
 
Ein fürchterlicher Unglücksfall hat sich bei einer Schwarzwildjagd ereignet, ein Treiber ist versehentlich erschossen worden. Jeder von uns ist erschüttert, unser Mitgefühl gilt dem Opfer und seinen Angehörigen.
Eine Zeit zum Trauern wurde nicht gewährt. Denn die Hyänen wittern schon ihr Opfer. Es hat wirklich nicht lange gedauert, da haben schon die „Tierschützer“ und die stets sprungbereiten Grünen verschiedene Forderungen präsentiert und wollen daraus Aufmerksamkeit für ihre politischen Ziele gewinnen.
Alkotests, Psychotests, strenge Kontrollen, die ganze Palette der absurdesten Maßnahmen wird hier durchgespielt, alles bevor noch die wirkliche Ursache des Unglücks untersucht ist und feststeht.
Natürlich geht es denen nicht um die Sicherheit, es geht auch nicht um den Tierschutz, es geht um Politik und es geht darum, die Jagd zu schädigen und letztlich abzuschaffen. Das sind die Ziele dieser Leute und nicht die Sicherheit. Tote oder verletzte Jäger oder Treiber sind für sie ein Fest, darüber freut man sich klammheimlich, weil man wieder groß in der Zeitung steht.
Die Jäger und die jagdlichen Funktionäre haben – so denke ich – zunächst sehr besonnen reagiert und keine Panik gezeigt. Für Schnellschüsse ist jedenfalls kein Platz. Man sollte die Angelegenheit genau untersuchen, die Schuldfrage seriös klären und schließlich auch die notwendigen Konsequenzen ziehen.
Eines steht ja fest: Es gibt jetzt nicht mehr Jagdunfälle als früher, es wird nur geschwinder und mehr publiziert. Es wird auch mehr aufgebauscht, mehr skandalisiert, es gibt mehr und viel zu voreilige Schuldzuweisungen. Gewisse Medien weiden sich geradezu an solchen Unglücksfällen und stürzen sich wie die Geier auf die bedauernswerten Opfer.
Seit mehr als 50 Jahren bin ich jetzt Jäger und ich habe hier in Österreich, im europäischen Ausland, in Kanada, in den USA und in Afrika viel gejagt und viel erlebt. Ich danke dem St. Hubertus jeden Tag, daß mir und niemanden anderen aus meinem Umfeld je etwas geschehen ist. Das ist meiner Erziehung, meinen jagdlichen Lehrmeistern, meinen korrekten Weidkameraden und meiner großen Erfahrung mit Waffen zu verdanken.
Daher stehe ich voll und ganz hinter unseren Jägern und ihren Vertretern und vertraue ihnen, daß sie diese Probleme meistern werden.
Man hat aber jetzt gesehen, wie schnell es geht, wie schnell der Ruf ruiniert ist und wie schnell der Gesetzgeber von ahnungslosen Möchtegernpolitikern auf den Plan gerufen wird. Man kann sich darauf verlassen – der Gesetzgeber kommt, der kommt wenn er gerufen wird und den wird man auch nie mehr los.
Wer hier allein einer solchen Meute und einem übereifrigen Gesetzgeber gegenübersteht, kann nur allzuleicht verlieren. Daher ist jetzt mehr als je zuvor Solidarität und gegenseitiges Verständnis unter allen legalen Waffenbesitzern gefordert.
Jäger, Sportschützen, Waffensammler und jeder, der legal eine Schußwaffe sein eigen nennt – wir müssen zusammenstehen. Einer für alle, alle für einen. Das soll unsere Devise sein, das macht uns stark und unangreifbar.