Kriminalität

Hilfe, Polizei!

Hilfe, Polizei!

 

Ich kenne viele Polizisten, sehr viele Exekutivbeamte sind Mitglieder der IWÖ. Die Leute haben es wirklich schwer und ich schreibe auch sehr oft zu diesem Thema.

Sie werden ausgehungert, mit unnötigen Aufgaben überhäuft, überall wird gespart und wenn sie im Einsatz sind, werden sie von ihren Vorgesetzten, von der Justiz und vor allem von den Sicherheitspolitikern erbärmlich im Stich gelassen. Die Täter werden geschont und gehätschelt, dagegen die Beamten unnötig mit Disziplinarmaßnahmen belästigt, die oft schikanös und ungerecht sind. Und die meisten Medien sind auch nicht besser. Für sie ist meistens der Täter ein Opfer und der Polizist ein Täter. Manchmal unerträglich.

In diesen Fällen stehe ich auf der Seite der Beamten. Wahrscheinlich bin ich der einzige Publizist, der diese Einstellung hat und auch öffentlich vertritt.

Daher tue ich mir leicht damit, auch Mißstände aufzuzeigen und dort zu kritisieren, wo es nötig ist. Und es gibt schon einiges zu kritisieren.

Vor allem betrifft das den Umgang mit den legalen Waffenbesitzern. Hier liegt viel im Argen. Schuld sind dabei meistens die Waffenbehörden.

Bei den Waffenüberprüfungen wird sehr oft gesetzwidrig agiert. Manchmal scheint es so zu sein, als wähnten sich die Polizisten auf Verbrecherjagd.

Waffenbesitzer und deren Angehörige werden eingeschüchtert, Überprüfungszeiten werden nicht eingehalten, auf die Bedürfnisse der Überprüften wird nicht Rücksicht genommen. Manchmal versucht man auch die Leute hineinzulegen. („Sie wern do eh den Safeschlüssel ham, gnä Frau!“) Es werden Dinge überprüft, die nicht zu überprüfen sind, C- und D-Waffen zum Beispiel. Die Methoden sind bekannt und die Klagen häufen sich. Man müßte erwarten, daß die Polizisten zumindest soviel Gesetzeskenntnis besitzen, um rechtswidrigen Aufträgen zu widersprechen. Das geschieht aber leider nur allzuoft nicht und schlechte Gewohnheiten haben die Tendenz sich zu institutionalisieren.

Ein weiteres trauriges Kapitel ist die zunehmende Aufgeregtheit bei polizeilichen Interventionen, vor allem, wenn legale Waffen im Besitz der Menschen sind, die einer Amtshandlung unterworfen werden. Lächerliche Anzeigen führen zu überschießenden Reaktionen. Bei Schießübungen, auch wenn diese legal sind, wird ein Einsatzkommando in Marsch gesetzt, das naturgemäß unangemessene Mittel zur Anwendung bringt, die bei einer Terrorbekämpfung gerechtfertigt wären, aber nicht bei legalen, registrierten Waffenbesitzern. Hier wird auch sogleich mit Waffenverboten und Beschlagnahmungen vorgegangen, mit denen sich die Staatsmacht lächerlich macht, die Betroffenen aber schwer schädigt.

Ich weiß, das liegt im System und die Beamten an der Front können wenig dagegen machen, vor allem deshalb, weil man ja nichts falsch machen möchte. Außerdem macht sich ein schön dekoriertes „Waffenarsenal“ immer gut in der Zeitung, auch wenn da nur ein paar Gasrevolver und Luftgewehre hingelegt sind.

Unsere Sicherheitspolitiker sollten diese Probleme einmal in Ruhe überdenken, mit wirklichen Fachleuten darüber sprechen, nach Lösungen suchen und wenn sie gefunden sind, diese auch umsetzen.

Die Experten der IWÖ würden dabei gerne mithelfen. Zu unser aller Nutzen.