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Wie man in der „Kleinen Zeitung“ debattiert

Wie man in der „Kleinen Zeitung“ debattiert

 

Ganz einfach – gar nicht. Debatten halten die dort werkenden Journalisten nicht aus. Denn bei einer Debatte könnten doch auch einmal Meinungen zu Tage kommen, die sich von der veröffentlichten und politisch sanktionierten Meinung unterscheiden und das soll nicht sein. Debatte würde auch heißen, daß man von der Sache über die debattiert werden soll, etwas versteht.

Fehlanzeige bei der „Kleinen Zeitung“. Diese Zeitung ist in den letzten Jahren drastisch abgesandelt, ein politisch korrekter Einheitsbrei wird da täglich durchgequirlt und von mäßig ausgebildeten Schreiberlingerinnen der zunehmend verblödeten Leserschaft serviert.

Zuletzt in der „Debatte“ am 19. Oktober präsentiert: die krausen Vorstellungen der Cecilia Malmström von der Sicherheit in Europa und wie man sie verbessern könne. Die EU müsse gegen Waffengewalt vorgehen, sagt die Kommissarin. Wie sie das meint, muß hier nicht wiederholt werden, da gibt es schon genug Berichte darüber. Was sie unter dem Vorgehen gegen Waffengewalt versteht, ist ja ausschließlich der Kampf der EU gegen die legalen privaten Waffen, die – sattsam bekannt – bei der Kriminalität überhaupt keine Rolle spielen.

Für die „Kleine Zeitung“ ist das natürlich egal, man erkennt dort die Probleme überhaupt nicht. Bei der Borniertheit der dort tätigen Stümper kein Wunder.

Und so werden also die Forderungen der Frau Malmstöm kritiklos nachgebetet. Keine Debatte. Da darf auch nicht fehlen, daß man die geschwindelten und manipulierten Malmström-Umfragen ohne nachzufragen als der Weisheit letzter Schluß präsentiert.

Solche Speichellecker und Nachbeter braucht die EU und die Frau Malmström braucht die ganz besonders, wenn sie ihren gefährlichen Unsinn verzapft.

„Kritischer Journalismus“ made in Austria und made by „Kleine Zeitung“. Eine Schande. Wir haben die Journalisten, die wir verdienen. Oder verdienen wir sie doch nicht? Bei der kommenden EU-Wahl sollte das deutlich werden.