Waffenrecht

Die Friedensreligion an der Arbeit

 

Die Friedensreligion an der Arbeit
 
Eine Schießerei in Hollywood. Nichts Ungewöhnliches, der Täter wurde, wie es sich gehört, von der Polizei erschossen. Eine durchaus befriedigende Lösung.
Nur ein kurzer Bericht in unseren Medien, was ein wenig verwundert, weil über Schießereien – auf gut journalistisch: Amokläufe – wird ja immer sehr gerne berichtet.
Die Salzburger Nachrichten waren da etwas ausführlicher, denn da schreibt eine Frau Kathrin Pilz unter www.mein.salzburg.com über diesen Vorfall und wundert sich etwas darüber, daß man bloß in Lokalmedien berichtet hätte und daß Rufe nach strengeren Waffengesetzen ausgeblieben seien.
Nun ist die Frau Pilz, die von Ort und Stelle berichtet, entweder ein besonders naives Exemplar ihrer Gattung oder sie will die Leute einfach desinformieren. Was sie nämlich nicht schreibt und was man im youtube-Video deutlich hören konnte, hat der Täter während seiner Aktion laut „Allahu Akbar!“ gerufen, was ihn ganz eindeutig als Angehörigen der friedlichsten Religion ausweist und gleichzeitig die Erklärung für das standhafte Schweigen im Blätterwalde liefert.
Die englische Zeitung „The Guardian“ konnte es natürlich nicht lassen und hat strengere Waffengesetze für Kalifornien gefordert, wahrscheinlich hauptsächlich deswegen, weil ja das englische Waffenverbot so ein wunderbarer Erfolg gewesen ist. Angeblich wurden in Kalifornien im Jahr 2010 insgesamt 1257 Menschen erschossen, was die Frau Pilz mit wollüstigem Schaudern berichten darf.
Daß es sich dabei in der Mehrzahl um Kriege unter Drogengangs und um Verbrecher handelt, die von der Polizei erschossen worden sind, hat sie uns nicht berichtet. Natürlich auch nicht, daß in diesem Bundestaat eines der strengsten Waffengesetze der USA herrscht.
Frau Pilz scheint in Hollywood ganz gut aufgehoben zu sein. Sie sollte sich halt darauf beschränken, von Sachen zu berichten, von denen sie etwas versteht.