Aktuelles

Ist ein Luder widerwärtig?

Der ÖVP-Landeshauptmann-Stellvertreter hat das angeblich über eine Grüne gesagt. Entschuldigt hat er sich schon, das scheint aber zuwenig zu sein, die Grüne will das noch ausführlicher haben, Kniefall unklusive. Ich glaube, daß die ÖVP-Politiker den Herrn Geisler schon in die Knie zwingen werden, sind ja nicht besonders tapfer, die von der ÖVP. Also auf die Knie Herr Stellvertreter! Und die ganze ÖVP mit dazu.

Neuester Beitrag

Leben und Lieben in Somalia

 

In Somalia war ich noch nicht. Offen gesagt, ich möchte auch gar nicht dorthin und wenn, dann nur entsprechend bewaffnet. Aber viele Leute aus Somalia kommen nach Europa, also Deutschland oder Österreich. Sie kriegen auch hier regelmäßig Asyl – warum, weiß keiner, ist aber so.

Weiterlesen ...

Suche

Newsletter

 

Um sich für den Newsletter anzumelden, schicken Sie bitte ein Mail mit dem Betreff „Anmelden“ an news@querschuesse.at.

 

Wer ist online?

Aktuell sind 96 Gäste und keine Mitglieder online

Waffenrecht

Wird der Waffenpaß für die Jäger abgeschafft?

Jagd

Wird der Waffenpaß für die Jäger abgeschafft?
 
Schaut so aus. Wir erinnern uns: Jäger haben einen Anspruch auf einen Waffenpaß. Das ist selbstverständlich, Bedarf ist nicht zu leugnen.
Bei der Jagd ist eine Faustfeuerwaffe unerläßlich, sie gehört zur notwendigen Ausrüstung. Mit der normalerweise geführten Langwaffe findet der Jäger nicht sein Auslangen. Nachsuche, Fangschuß, Fallenjagd, Tötung verletzen Wildes, Probleme mit Wilderern, zunehmende Kriminalität, all das begründet einen dringenden Bedarf, darüber ist nicht zu diskutieren.
Unsere Sicherheitspolitiker lieben aber die Jäger nicht. Vor allem im Innenministerium haben sie weder auf Verständnis oder auf Unterstützung zu hoffen. Die jetzige Innenministerin ist so jagdfern, wie man nur sein kann, ihr Mentor und Erfinder, der Landeshauptmann Erwin Pröll ist ein erklärter Jagd- und Waffengegner. Daran ändert die Tatsache nichts, daß der Neffe erst vor kurzem Landesjägermeister geworden ist.
Seit jeher hatten die Jäger kein Problem, einen Waffenpaß zu bekommen. Bis zum Waffengesetz 1996 genügte der Nachweis der Ausübung der Jagd und der Waffenpaß wurde unbefristet und uneingeschränkt ausgestellt. Das hat sich geändert, seit die ÖVP das Innenministerium übernommen hat.
Eine Erklärung dafür ist nicht einfach. Man sollte meinen, daß eine Partei, die sich als Freund der Jäger und der legalen Waffenbesitzer bezeichnet, dies auch in ihrem politischen Handeln zum Ausdruck bringt und erkennen läßt. Das ist aber nicht geschehen.
Seit Strasser ist das Innenministerium – mit einigen lichtvollen Unterbrechungen in der Ära Platter – zu einem chaotischen Sauhaufen verkommen, in der eine unkontrollierte Beamtenkamarilla die Macht ausübt und macht, was sie will.
Das Waffengesetz und dessen Vollzug ist ein trauriges Beispiel. Die ständige, manchmal auch gesetzwidrige Verschärfung in der Vollzugspraxis ist hier schon oft besprochen und dokumentiert worden, die heimtückische, über die EU-Richtlinie weit hinausgehende Verschärfung des Waffenrechtes ebenso. Das sind hausgemachte Aktionen des Innenministeriums, das jetzt seit mehr als zehn Jahren unter der Herrschaft der ÖVP steht. Die Verantwortung dafür ist also nicht abzustreiten.
Und jetzt kommen die Jäger dran.
Es gibt da einen sehr brauchbaren Erlaß des Ministeriums, der den Waffenpaß für Jäger regelt. Einfach und klar: Wenn der Landesjagdverband die entsprechende Bestätigung ausstellt, wird der Waffenpaß genehmigt. Auf die Dauer der Jagdkarte zwar – ok – aber sonst unbeschränkt.
Das war in Ordnung und hat auch funktioniert. Ein Mißbrauch durch eine Waffe in der Hand eines Jägers, der durch die Verweigerung eines Waffenpasses zu verhindern gewesen wäre, ist noch nie vorgekommen.
Macht aber nichts. Die Versuche, den Waffenpaß für Jäger administrativ abzudrehen hören nicht auf. Manche Waffenbehörden erfinden einfach Anforderungen, verlangen Bestätigungen über Nachsuche, argumentieren mit fadenscheinigen Einwänden, nur um den Jägern ihren Waffenpaß streitig zu machen.
Den Vogel hat dabei ein gewisser Herr Hofrat Winter von der SID OÖ abgeschossen. Ein Beamter, der dafür berüchtigt ist, die Verfahren so lange es geht hinauszuzögern, alle Fristen bis zum Letzten auszuschöpfen und der Briefe prinzipiell nicht beantwortet. Er liebt den Verkehr mit Untertanen eben nicht. Aber seine Energie hat dazu ausgereicht, einen Erlaß (oder was Ähnliches) herauszugeben, der die Waffenpässe für Jäger massiv einschränkt. Das Innenministerium interessiert das aber überhaupt nicht, obwohl die Aktion des besagten Hofrats einen klassischen Amtsmißbrauch darstellt. Wurscht. Auch meine Vorsprache im Ministerium hat nichts gefruchtet. Das Treiben der verschiedenen Waffenbehörden wurde nicht abgestellt.
Immerhin: der Landesjägermeister Pröll hat mir im Interview versichert, man werde im Ministerium auch intervenieren und hat auch schon „Kontakt aufgenommen“ und das Ministerium würde die Jäger hier „eins zu eins“ verstehen. Das war im Mai. Die Misere besteht zwar schon seit November des Vorjahres, geschehen ist aber bisher nichts. Wir dürfen gespannt sein, wie nun das Ministerium auf die „Kontaktaufnahme“ reagiert und ob man wirklich die Jäger „eins zu eins“ versteht.
Das Gesprächsklima müßte doch sehr angenehm sein, denn sowohl der Herr Landesjägermeister als auch die Frau Minister kommen aus dem selben Stall, aus dem Stall des Altbauern Erwin Pröll nämlich.

Kommentare   

+12 #5 Guest 2012-07-16 12:35
Polizisten und Justizwachebeamte kriegen auch schon keinen WP mehr, nur bei besonderer Gefährdung. Wir sind auf gutem Weg.
+12 #4 Guest 2012-07-16 12:26
Der Waffenpass für Untergebene und einfachem Pöbel wird überhaupt komplett abgeschafft - wo komm ma denn da hin, wenn Sklaven auch noch bewaffnet werden! Die Fehler der Antike werden nicht mehr wiederholt!
+17 #3 Guest 2012-07-15 17:56
Derzeit laufen einige Berufungsverfahren (auch für mich selber). Beim VwGH ist aber noch kein Verfahren. Aber wahrscheinlich haben die Jäger keine Chance beim VwGH (der ist ja rot berherrscht). Die ÖVP verbietet und die Roten bestätigen. Koalition halt.
+19 #2 Guest 2012-07-15 16:15
Bekommen Jäger wenigstens noch auf dem Rechtsweg ihren Waffenpass? Wie entscheidet der VwGH bisher dazu?

Glaubt man wirklich bei irgend jemand Punkte sammeln zu können, wenn man Jägern den Waffenpass verweigert?

Die ÖVP wird zu Recht in die Bedeutungslosigkeit verschwinden. Das ist ja keine Dummheit mehr, sondern natürliche Auslese.
+14 #1 Guest 2012-07-15 11:14
Jäger sin d Traditionalisten. Leider wirkt sich das auch darin aus, daß viele die venatorophobische ÖVP wählen. Die Jäger sollten sich nicht beklagen, sondern der ÖVP einen Denkzettel verpassen, von dem sie sich erst nach 5 Legislaturperioden (möglicherweise) etwas erholt. Allerdings ist das erst lange nach dem Untergang der EUdSSR. Gut so! Bis dahin wird so mancher Mist aus den derzeitig geltenden Gesetzen wieder entfernt sein.

Um zu kommentieren, bitte anmelden.