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Gesellschaft

Wir töten die Alten und wir töten die Jungen

Wir töten die Alten und wir töten die Jungen

 

In der letzten Zeit wurde sehr viel über die Sterbehilfe gesprochen. Diskussionsrunden gab es auch. Die Gesetzeslage ist bei uns recht einfach: Aktive Sterbehilfe ist verboten, passive erlaubt. Der Selbstmord ist nicht strafbar (wäre auch wenig sinnvoll), aber die Beihilfe zum Selbstmord schon.

Darüber gibt es genug zu diskutieren und man diskutiert auch genug darüber.

Wenn jemand nicht mehr leben mag, soll er gehen. Darüber sind sich fast alle einig. Rechtfertigen muß man sich nicht dafür – vielleicht im Jenseits, aber das ist nicht mehr unsere Zuständigkeit.

Als Problem bleiben jene Fälle über, wo jemand sich töten will, das aber nicht kann, aus welchen Gründen immer. In einigen Ländern, wo die Sterbehilfe erlaubt ist, besteht sicher die Frage, wie man den Willen des Menschen, der sein Leben beenden möchte erforscht. Dafür gibt es einige Lösungsmöglichkeiten. Eine Kommission, Ärzte, Juristen, Ethiker, Seelsorger. Irgendwie wird man schon zurechtkommen.

Womit ich dabei nicht zurechtkomme, ist die Frage, was mit den Lebewesen passiert, die man nicht – noch nicht – fragen kann, weil sie noch gar nicht ans Licht der Welt getreten sind. Das sind die Ungeborenen. Vielleicht wollen die ganz gerne leben. Ich weiß es aber nicht und niemand weiß es. Die Mutter weiß es auch nicht, darf aber dieses Kind – ungefragt – umbringen.

Für die Straffreiheit der Abtreibung gibt es natürlich viele Gründe. Gerade wir Juristen wissen das. Aber das Unrecht bleibt: Wir töten die Alten nicht, obwohl wir sie fragen könnten. Und wir töten die Ungeborenen, obwohl wir sie nicht fragen können.

Kommentare   

+4 #7 Loki 2014-02-26 08:41
Die ganze Problematik ist im Kontext mit der Erfindung der Pille, dem Feminismus, der Gleichschaltung der Frau als Arbeitstier und dem Wunsch nach Kinderlosigkeit für den weißen Mann (westliche Hemisphäre) zu sehen. Damit wird die Umvolkung und Ausrottung der weißen Rasse erleichtert.
Wie ich zu diesem harten Urteil komme?
Sonst hätten die westlichen Staaten längst Strukturen geschaffen um ungewollte Kinder besser einzugliedern.
+11 #6 Tecumseh 2014-02-24 19:02
Sehr geehrter Herr Bottensteiner,
Ihr Schicksal berührt mich sehr. Sie haben sicher viel Negatives erlebt! Trotzdem kann ich Ihre Einstellung nicht teilen. Ich kann daher nicht mit Daumen hoch bewerten und Daumen runter steht mir in Ihrem Fall keineswegs zu.
Auch ich habe einen steinigen Weg hinter mir und stehe jetzt, na sagen wir halt, beinahe am Ende dieses Weges. Die meisten meiner Träume sind nicht in Erfüllung gegangen, aber das berechtigt mich nicht, mein ganzes Leben negativ zu sehen. Ich bin zufrieden mit dem Erreichten und das ist mehr, als man sich erwarten kann. Ich gebe meinen Vorposter (Oldie4711 und Porschraser)unbedigt zu allen ihren Worten recht. Es gibt so viele Dinge im Leben, an denen man sich erfreuen kann. Man muß sie nur erkennen. Wenn es mir schlecht gegangen ist, bin ich oft in die freie Natur gegangen und habe mich sehr oft nur an Kleinigkeiten aufgerichtet!
Denken Sie daran, nur wer sich selbst aufgibt, ist verloren. Und niemand und nochmals niemand hat das Recht seinem Leben ein Ende zu setzen! Dieser Schritt wäre nicht mehr umzukehren und wer weiß, morgen kann es schon wieder anderst sein!
Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!
+7 #5 Oldie4711 2014-02-24 17:30
Sehr geehrter Herr Bottensteiner! Ich bedauere Ihr tragisches Schicksal wirklich sehr! Aber wer von uns kann schon sagen, ob es nicht doch besser gewesen wäre, gar nicht auf diese grausame und derzeit brutale Welt zu kommen? Viele Heimkinder haben Dauerschäden durch die Behandlung von – ich sage einmal – brutalen Jugendaufsehern – erlitten! Zu diesen Aufsehern gehörte auch die derzeit so gutmenschenhafte Ute Bock, die halb Afrika in unserem Land ansiedeln will und vom Chef der NEOS, Herrn Haselsteiner, Subventionen und satte Unterstützung erfährt. Sie sagen aber, sie hatten nie die Möglichkeit Ihren Traumberuf zu erlernen und stehen im Abseits der Gesellschaft. Das ist aber, meine ich, Ihr ureigenstes Problem, denn warum haben Sie sich im Erwachsenenalter nicht um Ihre Traumausbildung gekümmert und sind aus dem Abseits der Gesellschaft in die Normalität geflohen.? So, wie Sie schreiben, glaube ich, dass Sie intelligent sind und auch unserer Sprache mächtig. Also, Kopf hoch und es ist nie zu spät, neu anzufangen. Kinder sind etwas Wertvolles, auch wenn sich ihre Mütter von ihnen aus Dummheit und Unfähigkeit abwenden. @ Porscheraser. Wir sind so ziemlich einer Meinung. Jeder ist für sein "Erwachsenenleben" selbst verantwortlich und zuständig. Sie wissen, wie der Hase läuft. Und - auch für mich ist Abtreibung Mord.
+4 #4 Poscheraser 2014-02-24 17:15
Bernhard Bottensteiner:

Das du deinen Traumberuf nicht erlernen und ausüben konntest, ist nicht unbedingt die Schuld der Gesellschaft.
Mein Vater hat es vom Halterbuben zum Amtsvorstand (Jurist) gebracht! Mit SCHEI... Voraussetzungen (Halbwaise, Pflegekind...)

Bernhard Bottensteiner: was ich dir damit sagen will: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott! Wenn du nicht von dir aus Anstrengungen unternimmst, es kommt keiner der dir sagt: du kannst das oder jenes machen ... weil du so lieb dreinschaust oder weil du ein gar so armer Hund bist.....
Mein eigener Weg zu meiner jetzigen Position war hart und steinig, als andere schon gut verdient haben, wurde ich noch gehänselt... (für des Göld steh i net amol auf...) Da musst du durch... Und du wirst sehen, es ergibt sich immer wieder eine Chance....
Das "ich steh im Abseits der Gesellschaft" akzeptiere ich nicht! Im Abseits steht nur der der dort immer stehen will!
Auch ich hab jede Menge Träume, einige davon sind in allerdings den letzen 20 Jahren auch in Erfüllung gegangen.....

Und für mich ist die Abtreibung MORD! Propagandiert von linken Tussen, die keinerlei Verantwortungsgefühl oder Pflichtbewusstesein haben! (mein Bauch gehört mit... ich will Spass .. Verantwortung ???? irgendwann (im übernächsten Leben))!
+16 #3 Gustav 2014-02-24 13:36
zitiere Bernhard Bottensteiner:
meinen ersten Selbstmordversuch
...
wenn das Umfeld und vor allem die finanziellen Möglichkeiten passen


Spannend, aber nicht auf eine Kaste begrenzt. Selbstmorde oder auch nur Versuche gibt es in allen Schichten, es erfährt bei vermögenderen Familien eher weniger. Finanziell benachteiligte Kinder werden kriminell, nehmen Drogen, versuchen sich umzubringen. Und genau das Selbe gibt es selbst in den vermögendsten Familien, wo Kinder auch in die besten Schulen gehen und ausgezeichnete Ausbildungen erhalten. Und auch da werden die Kinder kriminell, verkaufen z.B. selbst Drogen, damit sie sie weiter nehmen können.

Ob ein Kind sich gut entwickeln kann, ist ganz sicher nicht am Kontostand der Eltern abzulesen.
+13 #2 Georg Zakrajsek 2014-02-24 12:44
Korrektur: Es gibt auch bei uns kein Recht einer Frau abzutreiben. Sie ist nur unter gewissen Umständen straffrei. So ist die Regelung.
+2 #1 Bernhard Bottensteiner 2014-02-24 12:35
Sehr geehrter Herr Zakrajsek,
selten, aber doch, gibt es einen Artikel dessen Ansicht ich nicht teilen kann; z.B. dieser hier. Nicht nur dass es weiterhin für die Frau ein Recht geben muss, eine Schwangerschaft abzubrechen, ist ein Fötus meiner Ansicht nach noch kein vollständiges Leben. Und dass man diesen nicht fragen kann, ob er leben möchte ist zwar schade, aber im Zweifelsfall sollte man das Kind nicht auf die Welt bringen. Hätte man z.B. mich als Fötus gefragt, so wäre ich mit Freude wieder verschwunden, denn es war vorhersehbar dass mein Leben von Haus aus nichts wert sein wird. So lebte ich u.a. nur in Heimen, hatte nie die Möglichkeit meinen Traumberuf zu erlernen, stehe stets im Abseits der Gesellschaft und ich glaube meinen ersten Selbstmordversuch hatte ich mit 10 Jahren. Und das soll ein tolles Leben sein? Leider war damals die Möglichkeit zur Abtreibung noch nicht gegeben, aber hätte es sie gegeben, so wäre ich nicht da. Und das wäre auf alle Fälle die bessere Lösung gewesen. Kinder zu kriegen ist nur ratsam wenn das Umfeld und vor allem die finanziellen Möglichkeiten passen, ansonsten seien wir froh dass es diese Art des Mordes (wie Sie es sehen) gibt - es kann dadurch viel Verzweiflung verhindert werden.

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