Jagd

Ein Weidmannsheil für die Registrierung

Ein Weidmannsheil für die Registrierung

 

Die Jägerfunktionäre haben die Registrierung durchwegs begrüßt. Kritische Stimmen gab es nicht, zumindest wurden sie nicht gehört oder unterdrückt. Die Sinnhaftigkeit und den Nutzen der Registrierung hat uns keiner dieser „Weidkameraden“ vermitteln können.

Wie es scheint, sind die Jäger ihren „Oberen“ nicht gefolgt. Die Registrierungsrate unter den Weidmännern ist äußerst bescheiden. Wen wundert es – nicht einmal unter dem sowjetischen Besatzungsregime haben die Jäger ihre Waffen deklariert und schon gar nicht abgegeben, obwohl auf unerlaubten Waffenbesitz die Todesstrafe oder zumindest Sibirien stand. Also sind sie logischerweise der sowjetisierten EU auch nicht gefolgt.

Die Zeitschriften der Jäger haben sich redlich bemüht, zur Registrierung aufgerufen und an die Rechtstreue der Weidmänner appelliert. Hat nicht viel genützt. Die Appelle haben wenig genützt.

So stand zum Beispiel in der letzten Ausgabe der Wiener Jagdzeitschrift jagd-wien.at tatsächlich folgende Drohung:

„Wer seine Waffen nicht rechtzeitig registriert, verstößt gegen das Waffengesetz (das ist richtig) und setzt seine waffenrechtliche Verläßlichkeit aufs Spiel.“

Das letztere ist eine ungerechtfertigte Panikmache. Daß man seine waffenrechtliche Verläßlichkeit verliert, wenn man nicht registriert, findet im Waffengesetz keine Deckung. Im § 8 WaffG sind die Tatbestände, die zum Verlust der Verläßlichkeit führen können, recht genau aufgezählt. Die Nichtregistrierung ist nicht darunter.

Warum die Wiener Jäger so etwas verkünden, ist zu fragen. Und es ist zu fragen, auf welcher Seite die Wiener Jäger stehen. Auf der Seite der Jäger jedenfalls nicht.