Justiz

Das Ende der Toleranz

Das Ende der Toleranz

 

Niemand hat der Toleranz und der Meinungsfreiheit in der letzten Zeit mehr geschadet als die Bart-Lady Conchita. Der Jubel, den unsere trottelhaften Politiker und die völlig verblödeten Journalisten um die Song-Contest-Siegerin (oder Sieger) entfesselt haben, war unglaublich, fehlgeleitet und hat gerade das Gegenteil bewirkt. Nicht die Toleranz hat gesiegt, sondern die Intoleranz, die politische Korrektheit, die Knebelung der Presse- und der Meinungsfreiheit haben in dem Taumel um den Contest-Erfolg den wahren Sieg davongetragen.

Denn die Toleranten sind intolerant, die Verständnisvollen verständnislos und die ach so Freiheitsdurstigen verbotssüchtig.

Das aber ist jetzt der Zug der neuen Zeit. Auf dem Altar der bärtigen Heiligen unserer letzten Tage wird derzeit alles hingeopfert, was unsere Werte, unsere Kultur und unsere Freiheit ausmacht.

Die Blockwarte eines neuen Nationalsozialismus stehen schon bereit. Für jede kleinste Kritik, für jede Abweichung von der nun verordneten Meinung, für jede Besinnung auf Natürliches und Schönes werden die Scheiterhaufen einer Inquisition aufgeschichtet, die sich für die Vertreterin der einzig und allein seligmachenden Religion ausgibt.

Pardon wird nicht gegeben, Erklärungen und Entschuldigungen nützen nichts. Wer in Gedanken eine solche Sünde begeht, kann sich davon nie mehr reinwaschen. Die Sühne ist nicht Verständnis oder Verzeihung sondern Vernichtung. Die Flammen des hehren Gutmenschentums sind die einzig mögliche reinigende Erlösung.

Was uns bleibt, ist wie ein Phönix aus der Asche emporzusteigen, besungen von einer Sängerin, die aber keine ist sondern ein Sänger, der die Hymne der Intoleranz unter dem frenetischen Applaus einer begeisterten Zuschauermenge zur Feier dieses Autodafés für eine schöne neue Welt zum besten geben darf.