Kriminalität

Tödliche Zivilcourage

Tödliche Zivilcourage

 

Zivilcourage wird von unseren Sicherheitspolitikern und auch von der Polizei sehr gerne eingefordert. Man solle der Gewalt entgegentreten. Daß so etwas auch tödlich enden kann, wird meistens nicht dazugesagt.

So ein Fall ist gerade in Deutschland passiert. Das Opfer ganz untypisch: ein Mädchen türkischer Herkunft, das einen Streit schlichten wollte. Die Täter nicht untypisch, der hatte nämlich die passende muslimische Herkunft. Mit einem einzigen Faustschlag hat er das tapfere Mädchen umgebracht, kein Heldenstück – in seinem speziellen Umfeld vielleicht schon.

Zivilcourage gegen gewalttätige Angriffe geht nicht ohne Gewalt. Wer der Gewalt entgegentritt, muß bereit sein, selbst Gewalt zu erfahren oder selbst Gewalt auszuüben. Und welche Gewalt ein Mädchen gegen einen geübten Straßenschläger ausüben kann, ist klar – unbewaffnet gar keine. Da riskiert man, umgebracht zu werden. Und sie wurde umgebracht.

Das Fordern von Zivilcourage ist eine Verhöhnung der Opfer. In das Grab nachgeschmissene Orden und weinerliche Lobreden helfen nichts.

Was hilft, ist eine Bewaffnung. Bewaffnung und etwas Training. Und das ist genau das, was uns unsere Obrigkeit vorenthält. Und genau diese Obrigkeit ist schuld an all diesen Opfern, an der ständig steigenden Gewalt in unserer Gesellschaft. Das nimmt ihnen keiner weg.

 

P.S.: Die Tote war Türkin, die Eltern Türken. Besteht da nicht doch eine Chance, daß der Täter seine Strafe bekommt? Bei der deutschen Justiz wird er wohl mit einer bedingten davonkommen. Türken werden das vielleicht anders sehen.