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Kultur

Das Theater um die Burg

Das Theater um die Burg

 

Ich war schon lange nicht im Burgtheater. Ein halbwegs gescheiter und gebildeter Mensch kann dort nicht mehr hingehen. Ich möchte nicht sehen, was sich irgendein Kretin bei seinen idiotischen Inszenierungen denkt. Ich versäume nichts.

Jetzt ist die Burg in Schulden versunken. Etliche Millionen sind verschwunden, Steuerschulden gibt es obendrein. Den Direktor hat man gefeuert, die verantwortlichen Politiker nicht – wer soll denn die feuern? Der Wähler? Fehlanzeige!

Eine interessante Facette: Da hat sich der Minister in dieser Sache ein Rechtsgutachten einer privaten Anwaltskanzlei geben lassen. Es geht um die Verantwortlichkeit der Organe des Burgtheaters. Dieses Gutachten ist aber ein klarer Fall von Amtsmißbrauch. Ein Minister darf das nicht. Er hat eine Rechtsabteilung und wenn die zu blöd dazu ist, müßte man die Finanzprokuratur damit betrauen. Die ist der Anwalt der Republik. Die Beschäftigung einer privaten Anwaltskanzlei ist ganz klar Amtsmißbrauch und die beauftragte Kanzlei hätte natürlich den Auftrag ablehnen müssen. Beide sind also des Amtsmißbrauches schuldig: der Minister und die Anwalts-Kanzlei.

Außerdem: Sicher hat es dafür ein fettes Honorar gegeben. Auch das wäre amtsmißbräuchlich geflossen. Unglaublich.

Wir sehen, wie verludert diese Republik inzwischen geworden ist. Keinen scheint das zu stören, keiner erhebt eine Anklage, nicht einmal angezeigt wird dieser empörende Vorgang. Die Opposition scheint auch selig zu schlummern, dabei wäre das doch ein gefundenes Fressen.

Bin ich wirklich der einzige, dem das auffällt? Bin ich der einzige, der daran Anstoß nimmt? Bin ich der einzige, der das aufzeigt? Scheint so.

Kommentare   

+19 #4 Gustav 2014-03-19 23:19
Das Theater um die Burg ist deutlich unterhaltsamer, als das Theater in der Burg, zumindest für mich.

Gegen die Verschwendung von Steuergeld würde nur eine radikale Änderung helfen. Die Unternehmen müßten sich in Zukunft einfach weigern die Steuern und Abgaben ihrer Mitarbeiter für den Staat einzubehalten. Ohne dieser "Serviceleistung" muß sich der Staat das Geld direkt von den Leuten holen, die es auch verdient haben. Und wenn man sein Geld erst einmal hat, gibt man es nur ungern wieder her.

Aber solange die österreichischen Unternehmen sich als Handlanger benutzen lassen, wird es auch kein Umdenken geben. Denn Geld das die Menschen nie hatten, trauern sie auch nicht nach.
+20 #3 Wolfgang Kröppl 2014-03-19 22:12
Dieser Staat ist eine Oligarchie, nicht Russland. Solange die Politiker das machen was ihnen die tatsächlichen Regenten hinter den Kulissen befehlen, dürfen sie sich bedienen so viel sie wollen und so lange man sie lässt. Plagen einen Politiker oder Beamten dann doch einmal die Gewissensbisse, dann werden sie durch das Ausgraben einer ihrer Kellerleichen beseitigt. Diese Plutokratie ist wie ein Bazillus im Volkskörper. Er zerstört die Familien, die Bildung, hetzt Frauen gegen Männer, Radfahrer gegen Autos, Jung gegen alt, links gegen rechts. Man konnte dies noch einige Absätze weiter beschreiben. Ein einiges Volk ist für diese Kerle ein Staat im Staat den sie nicht gebrauchen können. Daher: Teile und herrsche!
+19 #2 Gerald Lacher 2014-03-19 19:23
Zitat: Eine interessante Facette: Da hat sich der Minister in dieser Sache ein Rechtsgutachten einer privaten Anwaltskanzlei geben lassen. Es geht um die Verantwortlichkeit der Organe des Burgtheaters. Dieses Gutachten ist aber ein klarer Fall von Amtsmißbrauch.

Das Ministerium ist sicher Rechtschutzversichert, darum dürfen die das machen, oder so ähnlich.

Zumindest bekomme ich so eine Antwort, wenn ich zu unseren Kommunalen Gremien gehe und frage, warum eine Gemeinde einen Anwalt braucht, wenn es dafür die entsprechenden Instrumente der Repuplik gibt.


Auf jeden Fall scheint es so, das unser derzeitiges System komplett vor die Hunde gehen muss, bevor ein neues beginnen kann, samt allen, die wegschauen, ignorieren, alles verharmlosen und zu allem Ja sagen! Die Gier kennt keine Grenzen. Geld ist das einzige was die heutige Gesellschaft bewegt und solange das so ist, wird es nicht anders werden.
Ich bin mir dennoch sicher, dass wieder eine Zeit kommt, wo man es zu schätzen weis, wenn man was zu beissen hat und ein Dach über dem Kopf hat und man bestrebt ist, seinem Nächsten zu helfen, ohne zu fragen was man dafür bekommt. (mit dem Nächsten meine ich aber sicher nicht einen sog. Flüchtling der um die halbe Welt zigeunert ist, um es sich bei uns gut gehen zu lassen) sondern wirklich den Nächsten!
Dann gilt wieder der Grundsatz: Was brauchst Du, und nicht: Was bekomme ich!
+18 #1 Markus Burkert 2014-03-19 15:28
Naja, ich denke schon, dass das einigen auffällt und das das einige stört. Aber wir leben in einem Land, in dem selbst die offensichtlichsten Korruptions-Vorgänge durch irgendwelche wert- und sinnlosen Gutachten reingewaschen werden. Da wird im Ernstfall eher das Gesetz geändert, als das dafür irgendwer zur Rechneschaft gezogen wird.
Und die Korruptionsbekämpfungsparolen der Opposition sind auch nicht viel mehr als leere Worthülsen. Die heißen Eisen greift da auch niemand an. Warum bloß...

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