Kultur

Es ist schon alles Wurst

Es ist schon alles Wurst

 

Die Conchita fährt zum Song-Contest. Auch recht. Da ich mir das nicht anschaue, kann es mir auch wirklich egal sein. Vielen ist es nicht egal und sie regen sich auf. Eine Frau mit Bart, dabei ist sie gar keine Frau – Skandal.

Nochmals – mir ist das herzlich wurst. Es gäbe mehr Dinge in Österreich, über die man sich aufregen könnte. Ich mache das selber ja täglich.

Also: Ihr Lied ist gar nicht schlecht, es gibt weit schlechtere. Das einstmalige Siegerlied „Merci cherie!“ war zum Beispiel ein rechter Dreck und hat gewonnen. Und der Alf Poier? Gar nicht zu reden von den Proletenrappern, die uns voriges Jahr vertreten und blamiert haben.

Also laßt sie singen. Wir werden ja sehen. Singen tut sie ja sehr gut, eine wirklich bemerkenswerte Stimme. Ich vergönne ihr einen Erfolg.

Allerdings – Frauen mit Bart sind mir recht unappetitlich, auch wenn sie gar keine sind. Ich mag das einfach nicht. Früher gab es im Prater ein Panoptikum, wo man Bartfrauen, Riesen und Zwerge nebst einer dicken Berta betrachten konnte. Auch das hat mich nicht gefreut. Irgendwie unangenehm.

Ich mag keine Transvestiten oder Drag-Queens. Wem das gefällt, der ist irgendwie pervers und in Wirklichkeit gefällt das auch keinem. Man ist aber heute verpflichtet, das schön und gut zu finden. Korrektheit, man versteht.

Also halten wir unserer Conchita die Daumen. Wer will, soll das machen. Ich nicht.