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Greterl hüpf!

Nach Neuseeland! Dort ist ein Vulkan ausgebrochen und spuckt Rauch (wahrscheinlich auch CO2 dabei) in die Umwelt. Dem kann nur mit einschlossenem Hüpfen begegnet werden. Also auf nach Neuseeland! Und noch was: Man kommt mit dem Schiff hin!

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Der Unterschied in der Integration

 

Das Nachfolgende habe ich vom Broder, von dem ich fast alles gelesen habe und den ich recht bedingungslos verehre. Außerdem habe ich das schon einmal gebracht. Es ist aber gar zu köstlich, um es nicht noch einmal und immer wieder zu bringen.

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Kultur

Antreten zur Deutsch-Matura!

Antreten zur Deutsch-Matura!

 

An meine Deutsch-Matura kann ich mich nicht mehr so recht erinnern. Fast sechzig Jahre ist das her. Möglicherweise etwas von Schiller: „Die Verschwörung des Fiesco“, wo ein intriganter Neger vorkommt, der sich irgendwann mit dem berühmten Satz verabschiedet: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen!“

Für die Kundigen unter uns: er sagt nicht „Schuldigkeit“ sondern „Arbeit“, das wird aber immer ungenau zitiert. Heute ist man aber schon froh, wenn überhaupt etwas zitiert wird und wenn einer den Schiller kennt, ist das schon der Gipfelpunkt der Bildung.

Sogar der sehr gescheite Thilo Sarrazin hat bei dem Zitat kräftig danebengehaut, weil er es dem Othello zuschreibt, der noch dazu vom Shakespeare und nicht vom Schiller ist. Aber Neger ist Neger. Paßt schon.

Also zurück zur Deutsch-Matura in Österreich, wo die Heinisch-Hosek werkt, ein äußerst ungebildetes Weib, aber wenigstens noch ohne Bart.

Riesen-Aufregung um das gestellte Thema, bei dem es um Schnecken geht. Der Text, den die Schüler bearbeiten müssen, ist allerdings ein ungeheurer Schmarrn. Da denkt ein Mensch recht lange über eine Schnecke nach, betrachtet sie, erwägt ihre Schädlichkeit und schließlich tritt er drauf und bringt sie um. Und darüber muß man eine Arbeit schreiben. Die armen Schüler.

Autor ein gewisser Manfred Hausmann, ein esoterisch angehauchter Schriftsteller, der unter anderem „Schriftleiter“ einer Zeitung gewesen ist. Dem gewitzten Beobachter der Zeitereignisse stößt natürlich gleich der „Schriftleiter“ auf, was auf eine Nazi-Verstrickung hinweist und das läßt natürlich die antifaschistischen Alarmglocken schrillen.

Beim Autor war das zwar nicht der Fall, ist aber wurscht. Die allseits bekannten Berufs-Aufreger regen sich auf, die Zeitungen hängen sich auch hinein und der Skandal, der keiner ist, sondern höchstens darin besteht, daß man den Schülern so einen Schwachsinn vorsetzt, nimmt seinen Gang. Ahnungslose Idioten melden sich haufenweise zu Wort und die KZ-Öfen werden zumindest verbal wieder untergezündet. Korrekterweise muß man feststellen, daß der Text auch nicht die kleinste Spur einer Nazi-Ideologie enthält; wer das behauptet, muß ein vollkommener Trottel sein. Es gibt aber genug davon.

Wahrscheinlich haben alle jungen Menschen den Schock, über einen angeblich nazistischen Text referieren zu müssen, ohne körperlichen und seelischen Schaden überstanden und sind reif geworden – damit sie von unseren Politikern weiter verblödet werden können.

 

P.S.: Mein Sohn hat in der Oberstufe genau denselben Text bekommen und hätte ein Referat darüber halten müssen. Er hat sich geweigert und mir die Arbeit aufgehalst. Keiner ist draufgekommen, daß ich seine Arbeit geschrieben habe. Die Deutschprofessorin liest nämlich meine Querschüsse nicht. Gott sei Dank!

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