Medien

Vom Tun und vom Nichtstun

Vom Tun und vom Nichtstun

 

Wenn das Fernsehen kommt und ein Interview möchte, ist Vorsicht angesagt. Die Zeitungen und die elektronischen Medien sind allesamt keine Freunde des privaten Waffenbesitzes. Das ist sicher, denn sie sind entweder gekauft oder politisch vereinnahmt. Und es besteht immer die Gefahr, daß nicht objektiv und unvoreingenommen berichtet wird.

Wir Waffenbesitzer sind gebrannte Kinder. Wie oft wurden wir schon hineingelegt, wie oft schon verarscht, die Aussagen zusammengeschnitten und das was geblieben ist, mit blöden und feindseligen Kommentaren versehen.

In Deutschland ist das besonders schlimm; aber auch in Österreich haben wir schon einiges erlebt.

Aber was tun? Was tun, wenn die Medien anklopfen?

Man kann sich verweigern. Aber dann werden eben nur die negativen Meinungen veröffentlicht, was man selber sagen will, geht dann zur Gänze unter. Wie man es nicht machen soll, zeigt zum Beispiel der NÖLJV in der leidigen Jagdgatteraffäre. Nur die Gegner sind zu Wort gekommen, ihre Anklagen und Verleumdungen wurden gebracht und die Jäger sind dumm dagestanden. Katastrophal.

Also muß man sich stellen. Aber man muß auch wissen, was man sagt. Wer sich vor die Kamera stellt, sollte einigermaßen vorbereitet sein, halbwegs gut sprechen können und vernünftige Argumente parat haben. Natürlich kann noch immer etwas geschehen, noch immer können die Sendungsverantwortlichen manipulieren. Aber wenn man das nicht riskiert, geht man total unter.

Vor diesem Problem bin ich gestanden, als der ORF eine Sendung mit uns Waffenbesitzern machen wollte. Ich habe akzeptiert, ich habe mitgetan, ich habe auch Mitstreiter dazu bewogen, mitzumachen. Das Risiko habe ich gekannt auch meine Bekannten haben das Risiko gekannt.

Was herauskommen wird, weiß ich noch nicht. Ich habe die Sendung vorher nicht gesehen, war aber bei den meisten Aufnahmen dabei und ich kann sagen, daß jeder von uns sein Bestes gegeben hat. Ich hoffe, es wird eine faire, seriöse Sendung.

Den Leuten, die mitgemacht haben, danke ich. Ich danke Ihnen für ihren Mut, für Ihren Einsatz und für die Zeit, die sie der Sache gewidmet haben.

Bleibt mir nur zu sagen: „Schauen Sie sich das an!“

 

Am Schauplatz ORF 2, 4.9.2014, 21.05

 

Ist es gut, bitte loben, ist es schlecht, bitte kritisieren. Ich halte das aus.

 

Zum Abschluß noch einen guten Spruch:

„Wer kämpft, kann gewinnen oder verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren!“