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Und gleich eine Kritik

Und gleich eine Kritik

 

Eine Kritik schreiben, heißt nicht unbedingt kritisieren. Und zu kritisieren gab es bei der „Schauplatz“-Sendung wenig bis nichts.

Die Sendung macht der ORF, er zahlt sie und er strahlt sie aus. Das ist einmal das erste. Und wenn der ORF eine Sendung über Waffen und Waffenbesitzer macht, ist primär Mißtrauen angebracht und normalerweise hätte sich überhaupt kein Interviewpartner gefunden, der hier hätte mitmachen wollen.

Aber: ich habe die Idee zur Sendung gut gefunden und habe mich daher bemüht, solche Partner, die auch bereit waren, sich vor die Kamera zu stellen, aufzutreiben.

Die Jäger sind nicht von mir gekommen. Deren Suche nach einem Bogenwilderer war etwas lächerlich, vor allem, wenn man weiß, daß die Geschichte mit dem bösen Bogenschützen nicht erwiesen werden konnte, denn der einzige Beweis dafür war ein gefundener Pfeil, der aber nicht mit dem geschossenen Wild in Verbindung gebracht werden konnte.

Auch nicht von mir waren die Polizeischützen und der Herr Ministerialrat. Dazu erspare ich mir einen Kommentar, denn wenn sich beim Training dauernd Schüsse „lösen“, was man auch am Boden, an der Wand und an der Decke des Schießstandes mit Schrecken bemerken konnte, dann sind entweder die Schüler oder aber der Trainer fehl am Platz und diese alle sollten wohl keine Schußwaffe in die Hand bekommen.

Und den Herrn Ministerialrat kennen wir als Kommentator (und auch Autor) des jetzigen Waffengesetzes und können jetzt gut beurteilen, warum es so aussieht wie es aussieht.

Ein großes Kompliment der Reporterin. Sie heißt Kim Kadlec und hat sich bei der Vorbereitung der Gespräche großes Vertrauen der Teilnehmer erworben. Sie hat klug gefragt, ist auf die Leute eingegangen und hat die Interviews behutsam geführt. Daher ist die Sendung von den meisten Zusehern, die mich nachher kontaktiert haben, als anständig und fair beurteilt worden. Die meisten haben sich das von ORF nicht erwartet, was aber der Reporterin ein sehr gutes Zeugnis ausstellt.

Ich denke, daß niemand von den Teilnehmern bereut hat, hier mitgemacht zu haben.

Ob das der Beginn einer entspannten, objektiven Berichterstattung im ORF zu diesem heiklen Thema sein wird, kann ich nicht prognostizieren, ich kann es nur hoffen.

 

P.S.: Für mich war das Glanzlicht die tapfere Trafikantin. Die hat schon einmal dem ZDF die Meinung gesagt und das war bemerkenswert. Und daß sie ihren Alexander liebt, hat man in ihren Augen leuchten gesehen. In seinen übrigens auch.