Muslimisches

Märchen aus Tausend und Einer Nacht

Märchen aus Tausend und Einer Nacht

 

Die hat man dem Herrn Christoph Matzl von der „Krone“ erzählt und der hat das in der „Krone Bunt“ brav und ganz begeistert berichtet. Es geht um die weiblichen Leibwächter des Herrn Palästinenserpräsidenten Abbas. Der hat sich nämlich eine Leibwache aus 25 hübschen jungen Damen zugelegt, die als „Elite-Kämpferinnen“ den kostbaren Leib des Herrn Präsidenten bewachen sollen und müssen.

Diese Damen sind – so hat man dem Herrn Matzl erzählt – härter, zielsicherer, belastbarer und verläßlicher als die Männer. Sie sind sogar – man glaubt es nicht – aus schwindelerregender Höhe in ein Becken gesprungen, obwohl sie gar nicht schwimmen konnten. Rettungsschwimmer haben die Mutigen herausgefischt.

Für den „Krone“-Reporter ist das alles ein Schritt in Richtung Emanzipation der Frauen. Na dann.

Auch Gaddafi hatte, wie man weiß, weibliche Leibwächterinnen. Ausgesuchte, blutjunge Damen, die sich verantwortungsvoll um den Leib des Diktators gekümmert haben. Prachtvolle Uniformen hatten die, wobei die Uniformknöpfe vor allem im Brustbereich großen Belastungen ausgesetzt gewesen sind. Unterleibwächterinnen eben.

Was der Herr Präsident Abbas von seinen Leibwächterinnen sonst noch für Qualifikationen verlangt, bleibt im Dunkeln, so weit ist der Rechercheeifer des „Krone“-Reporters nicht gegangen. Jedenfalls soll die Hauptaufgabe der Elite-Kämpferinnen der „gezielte Kampf gegen den Terrorismus“ sein, steht im Bericht.

Ob man da nicht gleich beim Herrn Präsidenten Abbas anfangen sollte?

 

Harte Frauen?

Wie es beim Bundesheer, bei der Polizei und bei Einsatztruppen (Jagdkommando, Cobra) um die „harten Frauen“ steht, weiß ich recht gut und die Fachleute wissen es auch. Man möge einmal einen Betroffenen unter vier Augen fragen.

Eins ist aber klar: Wenn ich einmal Bundespräsident werde, schicke ich überhaupt alle Bewacher nach Hause und zuallererst die Frauen. Ich habe ja selber einen Waffenpaß und eine Glock. Mehr brauche ich nicht.