Politik

Ein kleines Zahlenspiel

Ein kleines Zahlenspiel

 

Wenn man die Wahlergebnisse vom Sonntag ansieht, kommt man ein wenig ins Nachdenken. Weniger als 50% der Wahlberechtigten sind überhaupt zur Wahl gegangen. Warum – dafür gibt es verschiedene Gründe. Gute und weniger gute.

Schönes Wetter, Verabredungen, Sport, Ausrasten, sonstiger Zeitvertreib, lange Ausschlafen. Aber auch Politikverdrossenheit, Zorn auf die Politiker, Ärger über die EU.

Das Resultat: wer hingegangen ist, hatte automatisch zwei Stimmen. Und das hätte nicht sein sollen.

Politiker ärgern sich nicht über das Nichtwählen – es freut sie. Denn das Stimmvieh geht ja hin, wird hingetrieben und gibt brav seine Stimme ab. Daraus werden Wahlerfolge gemacht.

Aber das ist eben Politik, das ist Demokratie, wie sie bei uns funktioniert. Machen kann man dagegen nichts. Mit Vernunft kommt man da nicht weit. Ich habe es ja versucht und schon vorher gewußt, daß es nur wenig bringen wird.

Wir haben etwa 100.000 Jäger in Österreich. Mit Familie erreicht man da wahrscheinlich 200 bis 300.000 Leute. Sportschützen gibt es ebensoviele. Der Innenminister Schlögel hat die Zahl der legalen Waffenbesitzer auf etwa eine Million geschätzt. Ist sicher nicht falsch.

Und gerade diese Leute werden seit fast zwanzig Jahren von der Politik gequält, von den Medien diffamiert, von der EU mit immer neuen Vorschriften und Verschärfungen überschüttet. Man zieht ihnen das Geld aus der Tasche, drangsaliert sie mit Überprüfungen, behördlichen Schikanen, fast monatlich fällt unseren Bürokraten etwas neues ein.

Aber nichts geschieht. Da gibt es einmal die Gelegenheit, es diesen Widerlingen einmal richtig zu zeigen, nicht immer wieder genau die selben Figuren wieder zu wählen, sie auf die fetten Posten zu hieven, wo sie immer nur Unsinn anstellen.

Und da kommt die Gelegenheit und die Betroffenen bleiben zu Hause oder wählen brav die ihnen vorgegebenen Politiker wieder. Und wieder. Und immer wieder.

Demokratie ist etwas Schönes. Aber nicht für alle. Nur für die, die damit umgehen können.

 

P.S.: Immerhin: Ein IWÖ-Mitglied im EU-Parlament. Das ist schon was und vielleicht hilft es uns auch. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.