Politik

Wenn ich einmal Minister werde

Wenn ich einmal Minister werde

 

Wird natürlich nie sein. Das ist schon klar. Aber mich wundert immer wieder, wie sich die neubestellten Minister nach ihrer Amtseinführung aufführen.

Zuerst einmal werden Reformen versprochen, dann neue Gesetze. Wenn es sich um den Justizminister handelt, versichert er, daß die Verfahren verkürzt werden sollen, was er damit erreichen will, indem er neue Rechtsmittel und Einspruchsmöglichkeiten schafft, die immer dazu führen, daß die Verfahren noch länger dauern. Und so halten es alle Minister. Die Zurufe der Zeitungen und des ORF werden bereitwillig aufgenommen, jedem noch so idiotischem Wunsch wird nachgegangen.

Und so ist der Keim des Versagens schon in den ersten Minuten des Amtsantrittes gelegt. So geht es jetzt schon einige Legislaturperioden hindurch.

Also was würde ich machen? Zuerst einmal gar nichts. Dann die unnötigen Berater und die Kerle mit den Sonderverträgen sofort hinausschmeißen und zwar hochkant. Und dann würde ich versuchen zu erreichen, daß mein Ministerium erst einmal gescheit und reibungslos funktioniert. Aber keinesfalls würde ich neue Gesetze machen, im Gegenteil mindestens die Hälfte der bestehenden Gesetze aufheben lassen.

Das also würde ich machen. Und jetzt wißt Ihr, meine Freunde, daß ich nie Minister werden kann.

 

P.S.: Als besonders schwach hat sich bis jetzt der neue Justizminister erwiesen. Davon verstehe ich nämlich etwas. Leider. Drum tut es besonders weh.