Waffenrecht Österreich

Sicherheit durch Waffen

Sicherheit durch Waffen

 

Das ist die Überschrift eines Berichtes in der Zeitschrift „Weekend Magazin“. Zielgruppe dieses Blattes eher die eleganten Damen oder die, die sich dafür halten.

Die Überschrift ist ja recht vielversprechend. Sind die Schreiberlingerinnen dort endlich draufgekommen, daß durch Waffen Sicherheit geschaffen wird? Daß gerade für Frauen eine vernünftige Bewaffnung sinnvoll wäre? Daß man sich als Frau am besten mit einer Schußwaffe schützen könnte?

Natürlich nicht. Die Überschrift ist grob irreführend. Das „Weekend“ ist nicht für private Bewaffnung. Um Gottes willen nein! Die Frauen sollen bitte so wehrlos bleiben wie bisher, schön alles machen, was der Unhold fordert und die Vergewaltigung kann man wahrscheinlich nach Ansicht der dort dahinschreibenden Lucia Schnabl erst so richtig genießen, wenn man mangels einer wirkungsvollen Gegenwehr freudig mitmacht.

So sind sie halt, die Journalistentussis und die Leserinnen sind nach Meinung dieser Schreiberinnen zu blöd und verstehen das offenbar gar nicht.

Daher werden sie jetzt belehrt. Hatte die Abgeordnete Martina Schenk vom Team Stronach vor einiger Zeit recht vernünftig den erleichterten Zugang zu Verteidigungswaffen gefordert, muß jetzt gegengesteuert werden. Und dazu hat man einen Psychologen, den Herrn Dr. Bugram engagiert, der das Gewünschte auf Bestellung liefert.

Der „Experte“ (jeder mit einem Titel ist heute ein Experte), meint also: „ein erleichterter Waffenzugang würde jedenfalls bewirken, daß wir wieder zurück in die Vorzeit fallen. Jeder hat dann die Möglichkeit, das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen.“

Willkommen in der Vorzeit, lieber Herr Dr. Bugram! Ich nehme das Gesetz in die eigene Hand und beutle Sie herunter vom Affenbrotbaum, werter Herr Psychologe! Ihren Unsinn hätten Sie vielleicht einem Steinzeitmenschen einreden können. Aber wahrscheinlich waren die auch schon viel gescheiter als ein Psychologe im 21. Jahrhundert.