Waffenrecht Österreich

Ist Hoplophobie heilbar?

Ist Hoplophobie heilbar?

 

Ich meine – nein. Wer so verbohrt und beschränkt ist, sich vor einem toten Gegenstand zu fürchten, leidet unter einer äußerst schweren Geistesstörung. Wer glaubt, daß man mit einem Verbot des Werkzeuges Verbrechen oder Bluttaten verhindern kann, wird auch bei einer intensiven professionellen Behandlung keine Heilungschancen haben.

Aber die Diskussion unter meinen Lesern war anregend und auch kontroversiell.

Manche meinen, daß gewisse Erfahrungen zu einer Heilung führen könnten. Wenn zum Beispiel ein Hoplophobiker von einem Verbrecher mit einer illegalen Waffe angegriffen, bedroht oder beraubt wird und dann dieser Kranke von jemanden, der über eine legale Waffen verfügt, gerettet wird, könnte das zu einem durchaus heilsamen Schock führen und den Erkrankten zu einer Einsicht bringen, die hilft, seine Krankheit zu überwinden.

Ich bin skeptisch. Zum ersten wird eine solche Situation sehr selten vorkommen und arrangieren kann man das wohl nicht. Zweitens ist die Verbreitung legaler Verteidigungswaffen zufolge der in Europa im Durchschnitt recht restriktiven Gesetzgebung gering, so daß es zu einem solchen Rettungsszenario nur schwer kommen kann.

In den USA ist das anders. Situationen, wo jemand seine legale Waffe gegen Kriminelle einsetzt, kommen weitaus häufiger vor. Jemand, der eine Gewalttat begeht, hat dort ein weit höheres Risiko, abgewehrt oder verletzt zu werden als bei uns in Europa.

Aus diesem Grund ist in den USA seit der Einführung genereller Waffen-Tragegenehmigungen für unbescholtene Bürger die Rate der Gewaltverbrechen drastisch gesunken. Die Kriminalstatistiken des FBI beweisen das eindeutig.

Die Erfolgsquote bei der Bekämpfung von Hoplophobie ist dennoch gering. Bei den besonders befallenen Personengruppen, also Politikern, Lehrern und Journalisten konnte daher keinerlei Besserung festgestellt werden.

Also leben wir weiter mit diesen Wahnsinnigen und sind tolerant, verständnisvoll und unaufgeregt. Wir werden diese Seuche nicht stoppen können. Vernunftgründe, Statistiken und deutlich sichtbare Beispiele bewirken nichts. Das einzige, was man machen könnte, wäre, daß man diese Leute nicht zu Entscheidungsträgern werden läßt, sie nicht mehr wählt oder aus der Pädagogik entfernt.

Wir arbeiten jedenfalls daran.