Waffenrecht Österreich

In Linz-Land beginnt’s

In Linz-Land beginnt’s

 

Leider. Vor ein paar Tagen habe ich über die empörende Entscheidung der Waffenbehörde Linz-Umgebung berichtet. Aus fadenscheinigen Gründen wurde einem Jäger der Waffenpaß abgelehnt. Und in einem Aufwaschen wurden die Jäger in ihrer Gesamtheit verdächtigt, „bewaffnete Organisationen“ gründen zu wollen. Also kurz gesagt: Aus Jägern werden Terroristen, wenn man ihnen nicht den Waffenpaß vorenthält. Sicherheitspolitik in Linz-Land.

Die Jägervertreter scheint so etwas nicht zu stören. Sie ducken sich und werden sicher nichts unternehmen. Der OÖ-Landesjagdverband schon gar nicht.

Der Dr. Lebersorger hat mir einen Brief geschrieben, in dem er behauptet, daß die IWÖ und ihr Präsident daran schuld seien, wenn die Jäger keinen Waffenpaß mehr bekommen. Der Präsident der IWÖ, der ja auch Rechtsanwalt ist und ständig Jäger vertritt, würde nämlich gegen solche Bescheide Rechtsmittel ergreifen. Soll man nicht, so der Vertreter der Jägerschaft. Sonst aber ist für ihn anscheinend alles in Ordnung.

Auch recht. Die Jäger sind gut vertreten, wie man sieht. Nämlich durch ihre Jägermeister, die aber nichts machen. Und aufmucken soll man eben nicht, denn das verärgert die Beamten. Und schon gar keinen Rechtsanwalt, keine Rechtsschutzversicherung und eine Beschwerde keinesfalls. Denn da werden die Herrschaften recht grantig.

Brav sein, dann wird alles wieder gut. Waffenpaß für die Weidmänner gibt’s allerdings nimmer.

Die BH Linz-Land hat einen Bezirkshauptmann, den Herrn Hofrat Mag. Manfred Hageneder aus Molln, ein Sozi, aber ein Jäger. Ob der hofrätliche Terrorist selber einen Waffenpaß hat, weiß ich nicht. Und ob er mit seiner Referentin über ihren famosen Bescheid gesprochen hat, weiß ich auch nicht. Ich wünsche ihm jedenfalls ein kräftiges Weidmannsheil! Nachsuchen wird er ja wohl nicht selber müssen.