Waffenrecht Österreich

Mord mit einer legalen Waffe

Mord mit einer legalen Waffe

 

Kommt kaum vor und wenn, ist die Sache nicht ganz so einfach. Da hat ein Kärntner (ein wirklicher und nicht einer, den die Zeitungen erst zu einem solchen gemacht haben) seinen Nebenbuhler erschossen. „Förmlich Hingerichtet“ wie gerne geschrieben wird.

Nach den Pressemeldungen hatte der Täter (Unschuldsvermutung inklusive) einen „Waffenschein“, also war die Waffe wohl legal.

Gleichzeitig konnte man lesen, der Täter sei bereits wegen verschiedener Gewaltdelikte vorbestraft gewesen.

Und da kenne ich mich jetzt nicht mehr aus: Heute, wo man wegen jedem Dreck, wegen jeder Kleinigkeit gleich ein Waffenverbot umgehängt bekommt, sogar wenn über Wunsch der Besitzerin eine Katze tötet, hat man bei Vorstrafen wegen diverser Gewaltdelikte immer noch einen „Waffenschein“, der natürlich eher eine WBK gewesen ist.

Hat also die zuständige Behörde geschlafen? Gibt es ja nicht, denn eine Waffenbehörde schläft ja nie, nicht einmal in Kärnten.

Aber ein Trost bei der ganzen Geschichte: Da die Tat auf einem Parkplatz geschehen ist, hätte der Täter doch einen Waffenpaß haben müssen, weil er ja die Waffe geführt hat.

Also war die Waffe doch illegal. Die Welt ist wieder in Ordnung.