Kultur

Die Vögel und der Hitchcock

Die Vögel und der Hitchcock

 

Da unlängst die Tippi Hedren in Wien gewesen ist – sie hat in diesem Film gespielt – sind die ganzen Geschichten um sie und den alten Regisseur wieder erzählt worden. Daß er sie gerne – irgendwie passend zum Filmtitel – ehschonwissen hätte und sie nicht wollte, was ihr angeblich die ganze Karriere versaut hat, wußte man ohnehin, aber das nochmals erzählt bekommen, war irgendwie nicht wirklich nötig.

Die meisten Hitchcock-Filme waren gut und spannend, ich habe sie alle gerne gesehen. Die „Vögel“ waren es eher nicht. Ich habe mir damals schon immer gedacht: „Warum holt nicht endlich einer eine Schrotflinte und macht dem Theater ein Ende?“

Und genau das war der gravierende Fehler dieses Filmes. Gerade in den USA, wo spätestens nach dem zweiten Angriff dieser Viecher einer sein Gewehr genommen und das zudringliche Federvieh vom Himmel geputzt hätte, kann man einen solchen Film nicht zeigen und hoffen, daß die Leute das spannend finden.

Bei uns ja, aber in den USA nicht.

Ich meine, wenn sich ein Film so weit von der Realität entfernt, ist er einfach schlecht und die Spannung weicht der Frage: „Warum lassen sich die Trotteln das alles gefallen? Gibt’s denn nirgendwo ein Gewehr?“

Immerhin: die Frau Hedren hat sich gut gehalten und sieht immer noch erbaulich aus. Vielleicht doch ganz gut, daß sie den alten Geilisten damals von der Bettkante gestoßen hat.

 

Petition Rettung des Waffenpasses für Jäger:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/PET/PET_00057/index.shtml