Sicherheit

Was tun in Syrien?

Was tun in Syrien?

 

Nicht einmal unser Bundeskanzler, wohl einer der gescheitesten Politiker aller Zeiten, weiß wirklich einen Rat. Inzwischen fressen sich in Wien die Nahostgangster durch die Speisekarte des Imperial, wie weiland ein anderer Gast dieses Hauses, der aber angeblich nur Eiernockerln mit grünem Salat verzehrt haben soll.

Keiner kennt sich aus in Syrien, nicht einmal unser Außenminister und das heißt was. Jeder kämpft gegen jeden. Assad gegen die Rebellen, die Kurden gegen die übrigen Mohammedaner und der IS überhaupt gegen alle. Solange die Munition reicht. Wer der Gute ist und wer der Böse, das weiß man nicht, kommt auch auf den Standpunkt an. Anscheinend ist Putin der einzige, der es weiß, zumindest glaubt er es.

Da fällt mir der Erzbischof von Narbonne ein. Ein Zisterzienser namens Arnold Amalrich. Er hat gegen die Albigenser Krieg geführt. Ein recht grauslicher Teil der Geschichte. Als er 1209 Bezieres – eine Albigenserhochburg - erobert hatte, wurde er gefragt, wen man umbringen solle und wen man leben lassen könne. Immerhin könnten ja einige brave Katholiken unter den Gefangenen sein.

Der Erzbischof meinte dazu:

„Caedite eos! Novit enim Dominus qui sunt eius.“

Übersetzung: „Tötet sie alle. Der Herr wird die Seinen schon erkennen.“

Eine pragmatische Lösung. Was man in Syrien machen soll, weiß ich nicht. Den Herrn Erzbischof würde ich aber eher nicht fragen. Aber vielleicht hätte er doch recht.

 

PS: der Link zur Sendung „Talk im Hangar“:
http://www.servustv.com/at/Medien/Talk-im-Hangar-7110

PPS: Petition Rettung des Waffenpasses für Jäger:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/PET/PET_00057/index.shtml