Waffenrecht

Wer fürchtet sich vorm Waffenpaß?

Wer fürchtet sich vorm Waffenpaß?

 

Die Behörden jedenfalls und das Verwaltungsgericht Wien ganz besonders. Natürlich fürchten sie sich nicht vor dem Papierl (jetzt modern im Scheckkartenformat) sondern vor den Leuten, die so dreist sind, um ein solches Dokument anzusuchen. Und sie fürchten sich auch vor denen, die gar keinen Waffenpaß bekommen. Vor denen anscheinend ganz besonders.

Denn so wäre es nicht zu erklären gewesen, daß beim Beschwerdeverfahren eines Milak-Studenten vor dem Wiener Verwaltungsgericht zwei Polizisten im Saal den kostbaren Leib der Frau Richterin beschützt haben – nein – auch vor der Türe gab es zwei weitere Polizisten und außerdem zwei Sicherheitsbeamte in Zivil im Saal. So einen Schutzkordon kriegt nicht einmal ein wirkliches Gericht, wenn gegen einen mohammedanischen Terroristen verhandelt wird. Die suchen aber auch nicht um einen Waffenpaß an, sondern bringen ihr Arbeitsgerät unkontrolliert über die freien Grenzen mit, sicher geleitet von den  dort Dienst tuenden Wachebeamten, die sich angesichts solcher Zustände ganz schön verarscht vorkommen müssen.

Diese Wachebeamten kriegen nämlich vom Verwaltungsgericht auch keinen Waffenpaß mehr und dürfen daher nur die waffenschmuggelnden Invasoren treu begleiten. Durchsuchen verboten - man könnte ja was finden.

Ja, übrigens der Vertreter der Wiener Waffenbehörde war auch anwesend. Ich kenne ihn natürlich und daher ist mir bei seinem Aufzug auch nichts aufgefallen, der geht immer so herum. Aber ein Offizier vom alten Schlag, der auch bei der Verhandlung war, hat sich doch recht gewundert und folgendes geschrieben:

„ein Mag. HEUMAIER - das äußere Erscheinungsbild sagte alles :

            Jeans, Joggerpatschen, offenes Hemd ohne Krawatte , Ärmel

            aufgerollt , unrasiert - ein "Wiener Prolet" wie aus dem Kabarett.....

            Ständig giftige Blicke in die Zuhörer .

Die Wiener Waffenbehörde hat den Antrag 1 Jahr liegen gelassen“.

Früher hat man ja gewußt, wie man sich anzieht, wenn man zu Gericht geht. Heute nicht mehr. Ist aber auch schon wurscht, die Richterin hat es jedenfalls nicht gestört. Aber die ist ja auch eher von heute – bestenfalls von gestern.

 

P.S.: Das mit dem Jahr liegenlassen stimmt nicht ganz. Es war ein Tag weniger. Ich bin da ganz genau.

 

PP.S: Der sandlerartig auftretende Herr Magister hat nach der Verhandlung dem Beschwerdeführer aufgelauert und ihn fotografiert. Private Ermittlungen – oder was?

 

Petition Rettung des Waffenpasses für Jäger:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/PET/PET_00057/index.shtml