Allgemein

From Russia with love

From Russia with love

Der Originaltitel eines der ersten James-Bond-Romane. Auf deutsch: „Liebesgrüße aus Moskau“. Allerdings – in Moskau war ich gar nicht, daher paßt der englische Titel schon besser.

Also: wieder zurück aus Russland und es war sehr schön dort. Meine Leser, die mir einen schönen Urlaub gewünscht haben, haben es getroffen.

Der Kommunismus ist gestorben, eine furchtbare Geißel ist von diesem reichen und schönen Land genommen worden. Jetzt ist es ein freies Land. Nun gut, wenn man ein Visum erlangen möchte, ist es recht kompliziert und langwierig und die Paßkontrollen sind immer noch nach der sowjetischen Machart, aber sonst – man hat den Eindruck, daß die Menschen machen können, was sie wollen und daß sie viel weniger Beschränkungen unterliegen als wir hier in unseren Ländern.

Steuern sind auch recht gering und die Autos – obwohl zumeist importiert, sind billiger als bei uns. Treibstoff 50 Cent. Liegt natürlich an den fehlenden Steuern. Die alten russischen Schüsseln sind auch verschwunden, man fährt jetzt japanisch, französisch oder deutsch. Ladas gibt es zwar noch, werden modern produziert und schauen auch ganz nett aus.

Klar, daß man nach ein paar Tagen kein endgültiges Urteil abgeben kann, aber wir haben uns alle recht wohl gefühlt in diesem Land. Das liegt natürlich auch an den Menschen dort, die unglaublich freundlich, hilfsbereit und entgegenkommend sind. Und die russische Gastfreundschaft ist legendär, das weiß man ohnehin. Wir haben das wirklich genossen.

Ach ja: Irgendetwas ist mir abgegangen. Nach ein paar Tagen bin ich draufgekommen. Schutzsuchende gibt es nicht, Kopftücheln auch nicht. Als ich das begriffen hatte, sind sie mir nicht mehr abgegangen. Aber in Schwechat war die Welt wieder in Ordnung.

„Back in the USSR!“ haben die Beatles gesungen. Beunruhigend.