Jagd

Totengräber

Totengräber

Ein Jagdhund, der das geschossene Wild vergräbt, statt es dem Jäger anzuzeigen oder zu apportieren, wird Totengräber genannt, als Jagdhund hat er seinen Beruf verfehlt und wird wahrscheinlich anderswo verwendet werden müssen, wenn er überhaupt weiter verwendet wird.

Was aber sagt man zu einem Jäger, der seine Weidkameraden verrät und ihnen ihr Jagdwerkzeug streitig machen möchte, mit den Feinden der Jagd und den Feinden des privaten Waffenbesitzes zusammenarbeitet und sich über Verbote der Jagdwaffen freut und diese begrüßt?

Die Antwort ist nicht schwer. Jeder aufrechte Jäger wird sie schnell und entschlossen geben können.

Aber es geht heute gar nicht um den niederösterreichischen Landesjägermeister, wie viele glauben werden. Es geht um einen Herrn des Landeshauptschießstandes in Salzburg. Ein Leser hat mir das Unglaubliche glaubhaft berichtet.

Also: Der Leser will die Optik für sein AUG-Z einschießen und begibt sich zu diesem Zweck auf besagten Schießstand. Zum Schießen kommt er allerdings nicht, trotz Voranmeldung, denn der diensthabende Schießwart verwehrt ihm das mit den Worten:

„Ist eh gut, daß wir so streng sind. Wir sind froh, wenn wir die Halbautomaten endlich weiterhaben. Wir sind ein Schießstand für Jäger und kein Militärschießstand!“

Was man zu so einem Herrn sagt, habe ich oben ausgeführt.

Sollte die Geschichte nicht stimmen, würde ich natürlich gerne eine Berichtigung bringen, ich denke aber, das kann ich mir wahrscheinlich sparen. Sie klingt nämlich ganz echt. Weidmannsheil!