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Wiener Bezirksjägertag

Das war schon ein recht beeindruckendes Fest. Über 300 Jäger im Raiffeisenhaus. Es wurde begrüßt und gedacht und es wurde auch verabschiedet. KR. Leo Nagy zum Beispiel, der viel geleistet hat und dem ich alles Gute wünsche. Ich habe den goldenen Bruch bekommen, den man kriegt, wenn man 50 Jagdkarten hat und noch am Leben ist. Eine Alterserscheinung. Meine Jagdprüfung habe ich zusammen mit dem Gerd Bacher gemacht, leider nicht mehr am Leben und der heutige ORF ist ihm daher erspart geblieben. Weidmannsruh!

Wie es mit den Jägern weitergeht, jetzt, wo die "Jägerpartei" ÖVP an der Macht ist, das weiß ich nicht. Der Kurz ist ja kein Jäger und wenn er einer wäre, werden es ihm die Grünen schon austreiben.

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Jagd

Die JASPOWA ist tot. Wer hat sie umgebracht?

Die JASPOWA ist tot. Wer hat sie umgebracht?

 

Nächstes Jahr wird die JASPOWA nicht mehr stattfinden. Sie würde „pausieren“, heißt es in einer entsprechenden Verlautbarung des Betreibers, der Reed-Messe. Das soll suggerieren, daß es vielleicht noch nicht endgültig sei, „pausieren“ bedeutet ja so etwas wie vorübergehend eingestellt, vielleicht kommt wieder was.

Falsch. Die JASPOWA ist tot. Endgültig.

Schon das letzte Mal habe ich gemeint, das sei die letzte JASPOWA gewesen, sie werde eingestellt. Kann man nachlesen. Leider bin ich ein guter Prophet, ich habe etwas vom biblischen Jeremias, der immer Furchtbares vorausgesagt hat, das dann aber auch immer eingetreten ist. Beim Waffengesetz ist das ja auch immer so gewesen.

Die JASPOWA war ja eine uralte Veranstaltung, es gibt sie seit den Siebzigern und sie war immer ein Fixpunkt für die Jäger und die Sportschützen im Wiener Raum und in den umgebenden Ländern.

Aber in den letzten Jahren hat sie immer mehr geschwächelt. Zuerst sind die Sportschützen weggebrochen, auch die dazugehörigen Waffenproduzenten haben sich folgerichtig verabschiedet. Auch der Sektor der Geländewagen ist geschrumpft. Gab es früher noch ein Freigelände, wo man Fahrzeuge ausprobieren konnte, waren es letztes Mal nur ein paar mickrige Autos mit einem Alibi-Allradantrieb. Anschauen konnte man, fahren nicht mehr. Ein Jammer.

Und auch die Jäger kriegten immer weniger geboten. Bekleidung ja, aber Jagdwaffen und Optik immer spärlicher. Was blieb, waren einige Freßstände, eine Weinkost und Umtata-Musik. Das war zuwenig.

Wir von der IWÖ haben immer tapfer ausgeharrt und gesehen, daß unser Informationsstand manchmal der am besten besuchte war.

Warum das so gekommen ist, habe ich schon einige Male geschrieben. Hauptsächlich eine recht desinteressierte, wenig initiative Messeleitung, die hauptsächlich an die Hohe Jagd in Salzburg gedacht hat und für die Wien immer nur ein lästiges Anhängsel gewesen ist. Die Aussteller wurden durch eine sehr durchsichtige Abkassier-Politik abgeschreckt. Und publikumswirksame Aktionen gab es überhaupt nicht mehr. Das Publikum ist daher auch nicht mehr gekommen.

An Ideen von uns hat es nicht gefehlt, aber wenn die Messe nicht will, nutzt es gar nichts.

Also ist die JASPOWA Vergangenheit. Den anderen Messen, etwa in Graz, wird es auch nicht anders gehen.

Bleibt die Hohe Jagd in Salzburg. Aber auch dort beginnt der Niedergang. Beispiel: Die Messeleitung will die IWÖ nicht mehr haben, wahrscheinlich haben die Jäger dagegen interveniert. Daher werden wir von der IWÖ in Salzburg wahrscheinlich keinen Stand mehr betreiben.

Auch recht. Unsere Mitglieder müssen uns nicht auf einer Messe suchen, sie finden uns auch so und es werden immer mehr. Die Politik und die Zustände in unserem Land besorgen unser Geschäft. Die Reed-Messe können wir uns daher sparen. Traurig, aber wahr. Gut für die IWÖ, schlecht für unser Land und für unser Volk.

Weidmannsheil! Auch ohne die Hohe Jagd, die immer mehr von ihrer Höhe herunterkommt.

Kommentare   

+5 #3 Resistance 2016-11-16 18:26
Wie überall kriecht auch hier die PC in jede Ritze des öffentlchien Lebens. Aus Angst vor negativen Schlagzeilen? Oder weil man befürchtet, dass Tieschützer eine Demo veranstalten? Vielleicht werfen darum die Veranstalter Prügel vor die Füße der Aussteller und werden ganze LWB-Gruppen hinausgemobbt. Kein Wunder, dass es die JASPOWA nicht mehr gibt.

Leider sind die einzelnen Interessensgruppen nicht eins in diesem Land. Obwohl es uns allen um den Erhalt unserer wohlerworbenen Rechte geht. Das wird sich in diesem Land auch nie ändern, leider.

Die einzige Antwort darauf wäre, dass die IWÖ eine eigene Messe organisiert. Aber diese Aufgabe wird man wohl alleine nicht stemmen können. Und so sind alle Möglichkeiten verschwunden, um wenigstens einmal im Jahr eine gutsortierte und große Messe besuchen zu können, ohne ins Ausland fahren zu müssen. Sehr schade.
+6 #2 Sig Sauer 2016-11-16 18:10
Unsere Kultur und unsere Tradition verschwindet sowieso immer mehr. Bald gibt's halt statt der "Hohen Jagd" eine "Lies!" Messe mit gratis Koranverteilungen, Live-Schächtungen, Burka-Modeschauen und Kebapstände zum leiblichen Wohl.

-> Sollte eigentlich als Scherz gemeint sein, aber beim Schreiben dieser Zeilen geht mir durch den Kopf dass das gar nicht so weit hergeholt ist. Leider...
+6 #1 Peter Pointner 2016-11-16 16:35
Dieser heutige Artikel bereitet mir Sorgen. Seit vielen Jahren besuche ich jährlich die "Hohe Jagd" in Salzburg, ein Besuch beim Stand der IWÖ war einfach Pflicht, man traf Schützen- und Jagdkameraden mit Durchblick und Weitblick. Der Umstand, dass das im kommenden Februar nicht so sein soll macht mich traurig. Wenn es stimmt, dass es die IWÖ auf Grund von „Mauschlerein“ der Jägerschaft nicht mehr teilnehmen darf ist umso schlimmer. Leider ist die Jägerschaft, vor allem die Reihen der Funktionäre als „intellektuelle Minderleister“ bekannt.
Seit geraumer Zeit kann man in Salzburg beobachten, dass es steil bergab geht, hängt mit Haslauer/Rössler zusammen, den nur die aller dümmsten fahren auf der Autobahn 80 und auf der Freilandstraße 100.
Hoffentlich steht nicht an der Stelle des IWÖ-Standes ein „Grüner-Stand“ mit der erbärmlichen Rössler und den „Vier-Pfoten“, das wäre dann mein letzter Besuch der „Hohen-Jagd“.

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