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Der Zusperrer sperrt wieder auf

Und alle freuen sich. Nicht alle, nicht die Arbeitslosen, nicht die zugrunde Gegangenen. Aber alle anderen schon.

Es gibt eine Geschichte: Man sperre seine Frau in den Keller und dann seinen Hund. Und nach jeweils einer Stunde sperre man wieder auf. Was sagt die Frau? Und wie freut sich der Hund!

Wir Österreicher sind wie der Hund. Wir freuen uns, daß der Zusperrer endlich wieder aufsperrt. Und ich bin überzeugt, die Trotteln wählen ihn auch noch dafür. Wau Wau!

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Erst schießen – dann fragen

 

Die Sache ist recht einfach: Wenn mich jemand mit einer Waffe bedroht, dann frage ich nicht. Dann wird geschossen und zwar ohne zu fragen. Aber wir sind ja nicht im Wilden Westen, sondern in Österreich. Da geht es zivilisiert zu. Das ist allerdings manchmal gefährlich und tödlich, ist aber wohl eine andere Geschichte.

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Kriminalität

Die Rache ist mein - ich will vergelten, spricht der HErr

Die Rache ist mein - ich will vergelten, spricht der HErr

Steht im Buch Mose und ist so etwas wie die Verkündigung des Gewaltmonopols. Also ist die Rache dem HErrn vorbehalten.

Die Rache gleicht aus, sie stellt das Gleichgewicht wieder her, das durch die Übeltat gestört worden ist. Wenn der Herr aber nicht mehr rächt, was ist dann?

Und er rächt tatsächlich nicht mehr, denn er hat sich aus unserer Gesellschaft verabschiedet und der Staat, dem er das Gewaltmonopol und das Recht zur Rache übertragen hat, den gibt es auch nicht mehr, denn er erfüllt seine wichtigste Aufgabe nicht, nämlich das Recht durchzusetzen und wieder herzustellen - also die Rache vorzunehmen, die das Opfer oder deren Angehörige nicht mehr vornehmen dürfen.

Man unterschätzt die Funktion der Rache in einer Gesellschaft. Die Rache stellt die Ordnung wieder her, die der Täter zerstört hat. Die Strafe – die ja meistens nicht der Tat wirklich adäquat ist – vermag das nicht. Dazu kommt, daß heute zwischen Tat und Strafe ein oft sehr langer Zeitraum vergangen ist und die Unmittelbarkeit der strafenden Reaktion fehlt.

Ich habe noch einen Bericht aus den USA im Gedächtnis: In einigen Bundesstaaten, wo die Todesstrafe vollzogen wird, räumt man den Angehörigen des Opfers (meist geht es da um Mord) die Gelegenheit ein, dem Strafvollzug beizuwohnen. Manche nehmen das an. Da wurde die Mutter eines Mordopfers befragt, die der Hinrichtung des Mörders zugesehen hatte. Die alte schwarze Dame meinte, daß ihr der Moment, in dem der Mörder ihres Sohnes gestorben ist, ein ungeheures Gefühl der Befriedigung verschafft hatte. Für sie ist damit die Welt wieder in Ordnung gebracht worden.

Und das ist es: Die Welt wird mit der Rache wieder in Ordnung gebracht. Unsere Welt ist nicht mehr in Ordnung. Und das sollten wir ändern.

Kommentare   

+10 #3 Muster Maxmann 2016-06-22 11:09
Wenn die Justiz ihre Aufgabe - General- und Spezialprävention, Schutz der Gesellschaft - vor lauter Gutmenschlichkeit nicht wahrnimmt, dann ist Selbstjustiz moralisch nicht nur zulässig, sondern zwingend notwendig. Das ist nicht Rache, sondern die einzige Art von Gerechtigkeit, die gegenüber bestimmten Tätergruppen angemessen ist. Denn bei einer meist eh schon lächerlichen Strafe, die noch dazu in - im Vergleich zu den Herkunftsländern - Luxusgefängnissen abgesessen wird, frühzeitig nach Hause zu gehen, führt bei den Tätern nicht zu innerer Einkehr, Reue und Besserung, sondern nur zu Lachkrämpfen. Das sind die falschen Signale. Selbstjustiz sendet die richtigen Signale. Auch wenn man sich in unserem System damit selbst strafbar macht. Egal, der Zweck heiligt die Mittel. Die persönliche Verantwortung ist gegenüber einer höheren Macht gegeben, die anschließenden Sanktionen unseres Justizsystems, die aus Angst, daß praktizierte Selbstjustiz Schule machen könnte, garantiert unerwartet hart ausfallen, müssen vernachlässigt werden. Wenn ein naher Verwandter als Folge eines einseitigen Gewaltexzesses sein restliches Leben im Rollstuhl verbringen muß, dann ist die Sache mit ein paar Monaten unbedingt für den oder die Täter noch lange nicht erledigt. Insofern hat die Bibel schon recht...
+21 #2 Loki 2016-06-21 23:20
Ich gebe Dr. Z. und Kamerad Resistance wieder mal uneingeschränkt Recht!
Wohl gesprochen!!!

Allerdings möchte ich zu bedenken geben, daß wir und unsere Kultur sich von der Herstellung einer "verletzen Ehre" zum Beispiel mittels "Ehrenmord" distanzieren sollten.

Diese "Ehrenmorde" sind eine unangemessene und übertriebene Art der Rache. Sie ziehen unsere Art der "Rache" in Mißkredit und entfachen einen Teufelskreis aus Mord und Totschlag zwischen den Parteien/Familien, der niemals endet.

Dementsprechend werden solche Rituale heutzutage auch nur mehr im Gebiet um das Mittelmeer und unter Einfluß einer ganz bestimmten Religion ausgeführt.

Sowas sollten wir verabscheuen.
+30 #1 Resistance 2016-06-21 15:48
In einer Gesellschaft, die sich selbst aufgegeben hat und wo starke Kräfte am Werk sind, die alles unternehmen, um unsere Kultur und Lebensart mit Stumpf und Stiel auszurotten, ist ein Gedanke an gerechte Bestrafung oder gar das "Auge um Auge, Zahn um Zahn" Prinzip längst in den Schubladen der Geschichte verschwunden.

Alle Versuche, eine Bestrafung einzufordern, die diese Bezeichnung auch verdient, wird mit Verhöhnung, ja geradezu der Verdächtigung an einer Geisteskrankheit zu leiden, quittiert.

Die Folge sind Urteile, die diese Bezeichnung nicht einmal rudimentär verdienen.
Wie muss sich eine vergewaltigte Frau fühlen, deren Peiniger mit 6 Monaten grinsend aus dem Gerichtssaal spaziert, weil er die Strafe bereits in U-Haft abgesessen hat?
Wie muss sich ein Jugendlicher fühlen, der von einer Bande zusammengeschlagen, verletzt und beraubt wurde, wenn die Herrschaften auf Grund ihrer Jugend und Herkunft nicht einmal 1 Minute hinter Gittern verbringen müssen?

Welche general u. spezialpräventive Wirkung haben solche Urteile? Richtig - keine!
Es wird diesen Tätern noch Mut gemacht, mit ihren Verbrechen weiterzumachen.

Gerechtigkeit sieht anders aus. Von Rache mag man gar nicht sprechen.

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