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Wie man beim ORF manipuliert

Wie man beim ORF manipuliert

 

Das hat lange Tradition. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Diskussionen in der Zeit der „Großen Vaterländischen Waffenhysterie“. Der ORF war damals (und auch heute noch) ganz begeistert auf der Seite der Entwaffner und praktisch alle Redakteure und Funktionäre haben sich beim „Waffen-Weg-Verein“ der Frau Navarro einschreiben lassen oder wurden einfach eingeschrieben ohne gefragt zu sein. Brav. Parteidisziplin eben.

1998 gab es eine Diskussionsveranstaltung im ORF. Ein TV-Spezial über den Segen der kommenden und vom ORF gewünschten Waffenverbote. Moderiert von der bekannten Anti-Waffen-Närrin Stöckl. Khol (damals war ja die ÖVP noch auf der Seite des Rechts) und Prof Csaszar saßen unter anderen am Podium, besser gesagt auf der Anklagebank und ein Haufen stupider und heute längst vergessener Waffengegner hat auf sie eingedroschen.

Auch das Publikum durfte mitreden, wenn man aufgefordert wurde. Es war ähnlich dem bereits besprochenen Bürgerforum.

Ich selbst setzte mich auch ins Publikum. Ein Insider machte mich darauf aufmerksam, daß das Publikum vorsortiert gewesen ist. Rechts die Waffengegner, links die Befürworter der Liberalität. Das heißt, die Moderatorin wußte genau, wen sie aufrufen mußte und wen sie nicht aufrufen durfte. So instruiert, nahm ich auf der Seite der Waffengegner Platz und wurde auch prompt aufgerufen. Damals hat man mich noch nicht gekannt, daher hat der Trick funktioniert. Meine Wortmeldung kann man sich vorstellen und das dumme Gesicht der Frau Stöckl war sehenswert.

Inzwischen hat der ORF dazugelernt. Beim Bürgerforum war das schon perfekt organisiert. Solche Pannen passieren daher nur mehr selten.