Politik

Spät, aber doch: Der Kandidat Khol hat geschrieben

Spät, aber doch: Der Kandidat Khol hat geschrieben

 

Und zwar folgendes:

 

Sehr geehrter Herr Dr. Zakrajsek,

durch einen Fehler auf Büroebene ist Ihre Anfrage leider nicht beantwortet worden. Wir bitten Sie dafür vielmals um Entschuldigung und hoffen, dass Sie auch heute die noch ausständige Antwort von Dr. Andreas Khol nützen können. Wir senden Ihnen gerne seine Antwort nunmehr zu:

 

„Aus meiner Sicht entspricht das geltende Waffengesetz grundsätzlich den Zielvorgaben. Es berücksichtigt ausgewogen sowohl die Interessen der Befürworter als auch der Kritiker des privaten Waffenbesitzes. Die in Österreich bestehenden Beschränkungen betreffend den Handel, den Besitz und die Verwendung von Waffen sind ausreichend, um eine unrechtmäßige Verwendung von Waffen aller Art weitestgehend ausschließen zu können.

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch islamistischen Terror auch in Europa, muss der Gesetzgeber aktiv werden, und der geänderten Sicherheitslage Rechnung tragen. Als Bundespräsident werde ich mich dafür einsetzen, die vorhandenen Sicherheitsressourcen zu nützen und den an der Waffe ausgebildeten aktiven Exekutivbeamten zu ermöglichen, auf Wunsch auch außerhalb der Dienstzeit eine Waffe in der Öffentlichkeit bei sich zu führen. Ohne den Exekutivbeamten das Tragen von Waffen verpflichtend vorzuschreiben, würde eine Waffentrageerlaubnis auf freiwilliger Basis das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung erhöhen und einen Sicherheitsgewinn gerade für öffentliche Plätze bringen.“

 

Sehr geehrter Herr Dr. Zakrajsek, wir hoffen auf Ihr Verständnis für unsere so späte Nachricht und senden freundliche Grüße auch von Dr. Andreas Khol

und von unserem Wahlbüro,

Ihr Team Andreas Khol

 

Nun gut. Unsere Zeitung war schon gedruckt, wird bereits ausgeteilt und bald sind Wahlen. Das Wahlbüro Khol hat geschlafen und ist jetzt aufgewacht. Leider ist es zu spät gewesen. Anscheinend war es das falsche Büro das sich der Herr Kandidat im zweiten Anlauf ausgesucht hat. Die erste Büro-Wahl wäre sicher besser gewesen. Ich kann das recht gut beurteilen, weil es dasselbe wie bei der Ferrero-Waldner gewesen wäre und ich seinerzeit dort mitgemacht habe. Beinahe hätten wir ja damals gewonnen (Auch dank meiner Folder und Plakat-Texte).

Wir können also die Antwort des Herrn Kandidaten unseren Lesern nicht mehr vorsetzen, nur auf den Querschüssen geht das noch und das mache ich jetzt. Ist ein Gebot der Fairness.

Wer sich aber schon entschieden hat, wird sich wahrscheinlich auch auf Grund dieses Briefes nicht mehr anders entscheiden. Die meisten meiner Leser haben sich nämlich schon entschieden und sie haben sich hauptsächlich deswegen so entschieden, weil sie seit 2000 unter den verschiedenen ÖVP-Innenministern und –rinnen leiden mußten, gelitten haben und wie es scheint, nach dem politischen Willen der ÖVP auch leiden sollten.

Es ist also total verhaut, lieber Herr Kandidat und mir tut das ein wenig leid, weil ich mich immer noch an die mannhafte Haltung erinnere, die Sie in den Neunziger Jahren bewiesen haben, wo sie an unserer Seite dem Anti-Waffen-Wahn von links und von grün getrotzt hatten.

Die ÖVP hat das aber alles zunichte gemacht. Irgendwie schade, daß Sie das jetzt ausbaden müssen, meint

Ihr immer noch recht ergebener

Georg Zakrajsek

 

P.S.: Und um die Exekutivbeamten allein ist es nicht gegangen. Da hat das Wahlbüro nicht aufgepaßt. Es geht nämlich um das Wahlvolk, lieber Herr Kandidat, die Leute, die sie gerne als Wähler haben möchten und das sind die Bürger dieser Republik, die von Ihren Parteifreunden und –innen seit mehr als 15 Jahren so mies behandelt werden.

 

PP.S.: IWÖ-Unterschriftenaktion gegen den EU-Wahnsinn und gegen sinnlose Waffenverbote
http://iwoe.at/unterschriftenliste/gegen-den-eu-wahnsinn-gegen-sinnlose-waffenverbote/

PPP.S.: Petition zur Verhinderung der Verbotsrichtlinie
https://www.change.org/p/council-of-the-european-union-eu-you-cannot-stop-terrorism-by-restricting-legal-gun-ownership