Politik

Ich habe ihn nicht gewählt

Ich habe ihn nicht gewählt

Kein Geheimnis. Aber wer sich noch an die Waldheim-Wahl erinnert, wird wissen, daß damals die Pickerln mit der Meldung „Ich habe ihn nicht gewählt!“ überall verteilt und aufgeklebt waren.


Die tapferen Menschen haben sich damals beim Waldheim deklariert, jemanden nicht gewählt zu haben, den man nicht hätte wählen sollen oder nicht hätte wählen dürfen. Man hat sich dazu bekannt, zu den „Guten“ zu gehören, die den „Nazi“-Kandidaten nicht gewählt haben, einen Mann, der monatelang verunglimpft, verleumdet und beschimpft worden ist. Das war wirklich unglaublich mutig, so mutig, wie wenn man einem toten Hund einen Tritt verpaßt, im Wissen, daß dieser nicht mehr beißen kann.

Also ich habe den Van der Bellen nicht gewählt. Nicht das erste Mal, nicht das zweite Mal. Das zu sagen, erfordert natürlich schon etwas mehr Mut. Nicht wirklich viel, denn mehr als in das rechte Eck gestellt zu werden, wird einem solchen Bekenner derzeit noch nicht passieren. Und einen „Nazi“ halte ich auch aus, weil ich ja keiner bin. Da bin ich weniger empfindlich als die Grünen, die bei „Nazi“ empört aufschreien und gleich klagen, vor allem deshalb, weil sie dieser Vorwurf mehr trifft als mich.

Gegen die Grünen zu sein, wird also gefährlich. Immerhin haben sie jetzt einen Bundespräsidenten, der sich zwar als unabhängig deklariert hat, aber im Herzen ein Grüner ist, weil er ja einmal ein Kommunist war und dieser Wechsel ist leichter als man denkt.

Den Einfluß, den der grau-grüne Präsident auf unsere Gesellschaft haben wird, werden wir alle noch zu spüren bekommen. Die Medien hat er schon, den Gesetzgeber auch. Dann kommen die Staatsanwälte und die Richter dran. Und die EU plant schon Umerziehungslager für Hartnäckige. Und der neue Herr in der Hofburg ist ein glühender Verehrer der EU.

Die Zeiten werden schwer. Sie werden schwer für die Wahrheit, für die Ehrlichkeit und für den Mut. Manchen wird das nichts ausmachen. Sie haben auch bisher ohne Anstand und Rückgrat gelebt. Und nicht einmal so schlecht wie es scheint.

Man sollte sich also so ein Pickerl: „Ich habe ihn nicht gewählt!“ besorgen. Damals haben es die Mitläufer gehabt und die Feiglinge. Heute wäre das etwas für die Tapferen.