Politik

Eine Frage der Ehre

Eine Frage der Ehre

Das war die Anfechtung der Bundespräsidentenwahl. Das konnte die FPÖ nicht auf sich sitzen lassen. Der Wahlkampf war schon ein Lügengespinst, das Ergebnis war mehr als zweifelhaft und Fairness hat es überhaupt nicht gegeben. Zeitungen und der ORF haben kampanisiert, geschwindelt und Tatsachen verdreht.


Und daß es bei der Wahl selbst nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, wußte ein jeder. Ich habe viele Geschichten gehört von Manipulationen in den Altersheimen und in den Spitälern, von „Hilfen“ beim Kreuzerlmachen, von mysteriösen Wahlkarten und von Doppelstimmen.

Also wird jetzt angefochten. Recht so. Ich glaube aber nicht, daß es was helfen wird, denn mein Mißtrauen in den Verfassungsgerichtshof ist recht groß. Man wird es auf österreichisch lösen: Unregelmäßigkeiten werden festgestellt, hätten aber am Wahlausgang nichts geändert. Der alte Kommunist wird bestätigt werden.

Wir haben das nicht verdient, ist aber wahrscheinlich nicht zu ändern.

Die nächsten Wahlen – und die werden hoffentlich bald kommen – müssen es jetzt aber wirklich so deutlich machen, daß man nichts mehr drehen und schwindeln kann.

Es wird also spannend und der Verfassungsgerichtshof muß diesmal recht schnell entscheiden. Ungewohnt für manche der Richter. An die Arbeit, meine Herrschaften! Wir warten, die Österreicher, die „ihn“ nicht gewählt haben, warten auch.