Politik

Schnizwerkstatt ohne „t“

Schnizwerkstatt ohne „t“

 

Kein Fehler meinerseits. Es geht nämlich um den Herrn Dr. Johannes Schnizer, seines Zeichens Richter am Verfassungsgerichtshof. Er ist Jurist, hat aber sonst überhaupt keine Qualifikation als Verfassungsrichter. Er sitzt aber auf einem Sessel der SPÖ und dort sitzt er gut und fest und braucht sonst nichts können.

„Mir wer‘n kan Richter brauchen!“ sagt der Wiener Volksmund und so einen Richter brauchen wir wirklich nicht. Er hat sich zu Wort gemeldet und über die Anfechtung der Bundespräsidentenwahl Mutmaßungen angestellt. His Masters Voice sozusagen. Soll er. Ob sich der Verfassungsgerichtshof das gefallen läßt, wird sich herausstellen.

Aber darum geht es heute nicht. Denn beim Namen „Schnizer“ hat es bei mir geklingelt. Ich habe ja ein manchmal recht unangenehmes Gedächtnis. Und da ist mir die große vaterländische Waffenhysterie aus den Neunziger Jahren eingefallen. Damals hat ja die SPÖ die totale Entwaffnung der Österreicher geplant und hat so Leute wie den Parteisekretär Schnizer vorgeschickt um dafür Stimmung zu machen. Es wurde in diesen Zeiten auch noch geredet mit den legalen Waffenbesitzern. Heute ja nicht mehr.

Also ist der Dr. Schnizer auf dem Podium gesessen und hat deklariert, es werde bald weder private Waffen noch Büchsenmacher in Österreich mehr geben. Alles solle verboten werden. Sehr einfühlsam der Herr.

Auf die schüchterne Frage eines Büchsenmachers, was dann mit den entsprechenden Berufen werden solle, hat Dr. Schnitzer kalt lächelnd erwidert: „Die werden eben umgeschult!“ Ende der Diskussion.

Das ist mein bleibender Eindruck von Herrn Dr. Schnizer gewesen. Jetzt sitzt dieser Fachmann im Verfassungsgerichtshof. Na bravo! kann man nur sagen. Siehe oben.