Kultur

Kulturbereicherung in Berlin

Kulturbereicherung in Berlin

 

Wir wissen es längst: Was zu uns kommt oder gekommen ist, sind alles Goldstücke. Das hat der Kandidat Schulz gesagt. Und außerdem sind das alles Kulturbereicherer, weil wir ja wissen, daß die deutsche Kultur ein Schmarrn ist, wie uns zum Beispiel die Frau Özoguz belehrt hat.

Aber nicht nur die Deutschen werden ständig bereichert, unlängst ist sogar ein Pony in Berlin kulturell – oder wie – bereichert worden, indem ein Syrer das Tier vergewaltigt hat, was möglicherweise seinem Kulturverständnis entspricht oder dem der Frau Özoguz, aber doch dem Verständnis einer mit ihrem Kind am Pony-Kinderspielplatz anwesenden Mutter nicht so ganz entsprochen hat, möglicherweise auch deshalb, weil das mitgeführte Kind im Kindergarten noch nicht so aufgeklärt worden ist, wie das die grünen und roten Kulturschaffenden ständig fordern.

Also – kommt die Polizei. Die hat natürlich gleich geamtshandelt und den Herrn Syrer angezeigt. Mehr kann dem aber nicht passieren, weil Tierquälerei das wohl nicht gewesen ist, denn das unfreiwillig beteiligte Pony kann zu seinen Eindrücken nicht aufklärend befragt werden.

Bleibt also die Erregung öffentlichen Ärgernisses, die aber auch nicht viel ausmachen kann, weil ja sowohl das Kind als auch die empörte Mutter über Funk und Fernsehen längst in einer Weise aufgeklärt wurden, die das Ärgernis in Frage stellen und die Öffentlichkeit jedenfalls.

Ein Trost aber bleibt: Wessen sexuelle Not so groß ist, daß er sogar über ein Pony am Kinderspielplatz drüberkracht, den wird wahrscheinlich sogar das Aussehen mancher Grün-Politikerinnen nicht davon abhalten, auch diese Damen kulturell und auch sonstwie zu bereichern. Die Ponys werden sicher dankbar sein.