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Der Herr Finanzminister hat es nicht so mit den Zahlen

Das ist schon eine Schande, stört aber keinen. Millionen und Milliarden, Tausender und Zehntausender. Alles wurscht. Das depperte Parlament wird es schon reparieren. Hoch Blümel!

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Besonders gerne bringe ich immer wieder einen Beitrag meines lieben Freundes und Mitstreiters Andreas Tögel. Fachkundig, gescheit und wichtig.

Hier ein Beitrag vom 21. Mai 2020, erschienen bei ef und ortner online

 

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Gott grüß die Kunst! Eine Erinnerung an Handwerkliches

Gott grüß die Kunst! Eine Erinnerung an Handwerkliches

 

Viele meiner Leser werden wissen, daß ich gelernter Schriftsetzer bin. „Gott grüß die Kunst“ war der ehrwürdige Gruß der sogenannten Schwarzkünstler. Und wir waren ja wirklich Künstler unter den Handwerkern, viele Politiker sind aus dieser hehren Kunst hervorgegangen, Helmer zum Beispiel aber auch Jonas. Kollegen von mir sozusagen. Und natürlich war ich auch bei der Graphischen Gewerkschaft. Ging gar nicht anders. Closed Shop würde man heute sagen.

Gleichzeitig habe ich Jus studiert und ich bin fast zur selben Zeit mit meinem Studium und der Schriftsetzerlehre fertiggeworden. Damals mußte man dafür 4 Jahre lernen und Jus konnte man auch in 8 Semestern schaffen. Geht sich also aus. Keine Herrenjahre, aber interessant und wunderschön.

Jetzt bin ich auf einen Artikel im „Weekend“ (Nr.16) gestoßen, eine recht widerliche Zeitschrift, die ich sonst nicht lese. Und da ist mir ein Artikel einer gewissen Frau Mirella Novak untergekommen, die über Männer und Frauen schreibt. Es kommt auch eine „Genderforscherin“ zu Wort, Kirstin Mertlitsch - den Namen braucht man sich nicht merken -  die folgendes von sich gibt:

„Der Beruf des Schriftsetzers war früher vorwiegend weiblich besetzt, weil die Frauen zartere Hände hatten und fingerfertiger waren.“

Ein blühender Unsinn, kein Wort wahr. Aber die ganze Genderforschung ist ja überhaupt ein lukratives, aber sinnloses Betätigungsfeld für frustrierte Weiber.

Wer einmal diesen schönen Beruf ausgeübt hat – es gibt noch ein paar – wird meine Worte bestätigen. Aber man erkennt, welchen Blödsinn manche ungestraft verzapfen dürfen und es ist zu befürchten, daß dieser Schwachsinn demnächst in irgendeiner der nächsten hochbezahlten Studien auftauchen wird.

 

P.S.: Mein Großvater war auch Schriftsetzer und hat sich bis zum Druckereidirektor der damaligen „Kronen-Zeitung“ hinaufgearbeitet. Als die Nazis kamen, ist er durch „unangemessene“ Äußerungen gegenüber der politischen Führung aufgefallen. Heute würde man ihn natürlich einsperren, damals hat man ihn nur in Frühpension geschickt, wo er – wie meine Großmutter immer gesagt hat – an gebrochenem Herzen gestorben ist. Ich denke oft an ihn, obwohl ich ihn kaum gekannt habe. Vielleicht hat er mir einiges vererbt.

Kommentare   

+4 #8 Georg Zakrajsek 2017-09-17 15:23
Diese Dame kommt nicht auf die Idee, die ist einfach nur blöd. Mir ist in meinem Leben nur eine Schriftsetzerin untergekommen und die war Tochter des Chefs. Erklärlich daher.
Zum Jonas noch: der war Kollege meiner Kollegen - ich habe ihn nicht mehr kennengelernt als Kollege. Aber meine damaligen Kollegen haben fogendes gesagt:
Umschulen zum Maschinsetzer wollten wir ihn nicht, wir haben ihn lieber Gewerkschaftsbeiträge kassieren geschickt. Das konnte er besser.
Dennoch: als Bundespräsident habe ich seine Ehrlichkeit sehr geschätzt.
+6 #7 Oldie4711 2017-09-17 12:39
Schriftsetzer sind hochintelligente Personen. Dass auch Frauen als Schriftsetzerinnen tätig waren, ist mir unbekannt. Die Frauen waren in der Druckerei als Helferinnen tätig. Sie durften das Papier zu den Druckern schleppen, das Papier einlegen und gegebenenfalls die Druckmaschine in Gang setzen. Das waren meistens ungelernte Hilfskräfte, die von Rechtschreibung, geschweige Setzertätigkeiten überhaupt keine Ahnung hatten. Diesbezüglich weiß ich, wovon ich spreche. Eine andere mir bekannte Familie hatte ein Familienoberhaupt, das als Schriftsetzer tätig war. Ich weiß, dass er die Rechtschreibung beherrschen musste und dass er auch Korrekturen gelesen hat. Eine schwere Aufgabe! Dass BP Jonas Schriftsetzer war, wusste ich. Er wurde deswegen auch des öfteren in der Öffentlichkeit herunter gemacht. Vollkommen zu unrecht. Also: Der Beruf des Schriftsetzers war nie weiblich besetzt. Wie die Dame auf diese Idee kommt, ist mir schleierhaft.
+4 #6 JanCux 2017-09-17 10:49
Ich habe auch ein Handwerk erlernt. Und danach 6 Jahre lang töten und überleben. Beim letzteren lerne ich tagtäglich dazu...
+5 #5 Reinhard Plank 2017-09-16 22:14
Gewisse Leute sind wirklich für nichts zu gebrauchen, die stehlen dem lieben Gott höchstens Zeit...Und für gewisse Zeitungen gilt das Motto "schade ums Papier und die Farbe". Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle Schriftsetzer der alten Generation gewissen Schmarren auch verweigert hätten. Mensch, jetzt habe ich das Wort gewiss so oft gebraucht... Mit freundlichem Gruß RPL.
+5 #4 Michael Heise 2017-09-16 21:32
Die Forschung + Fingerfertigkeit der Genderforscherin dürfte sich wohl eher darauf beschränken, schneller mit dem Finger fertig zu werden...

Kenne mich mit solchem Kram nicht aus. Ist das so eine Art Hardcore- Klosterschwester, die z.B. den ganzen Tag nur an den lieben Gott denkt...???
+5 #3 LA-LE 69 2017-09-16 20:37
zitiere Georg Zakrajsek:
Demos waren? Habe ich gar nicht mitgekriegt! Aber fertig war ich 1962, hat hat es die 68 noch nicht gegeben

Ja Ja.Die 68er machten den Spatenstich zum Untergang Europas.Die"Eliten"danken ihnen heute noch,und belohnen sie Fürstlich.Man braucht nur den Lebenslauf "einiger 68er" verfolgen.Namen darf man nicht nennen.(Verhetzung)
+5 #2 Georg Zakrajsek 2017-09-16 19:27
Demos waren? Habe ich gar nicht mitgekriegt! Aber fertig war ich 1962, hat hat es die 68 noch nicht gegeben
+4 #1 LA-LE 69 2017-09-16 18:27
Jus studieren und gleichzeitig eine Lehre absolvieren?Dazu brauchen heute viele bis zu ihrer Pension.Sie hatten wahrscheinlich den Vorteil,das es damals nicht so viele Demos gegen die rechten Hetzer und Nazis gab,die sie von der Lehre und dem Studium abgehalten haben.Damals wurde gelernt und studiert,heute wird gefordert und demonstriert.Den linken Vertretern unserer Jugend sei Dank.

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