Migrantisches

Türken und Waffen

Türken und Waffen

 

In meiner aktiven Zeit hatte ich zahlreiche türkische Klienten. Die waren durchaus angenehm, konnten ganz gut Deutsch, betrieben honorige Geschäfte, meist in der Gastronomie, zahlten immer das, was wir ausgemacht hatten und blieben mir mein Honorar niemals schuldig. Ein paar Worte türkisch hatte ich mir auch angeeignet, damit erzeugte man immer große Freude.

Ob das heute anders geworden ist, weiß ich nicht. Aber damals war es so.

Eines Tages fragte mich einer meiner Türken, ob ich im nicht ein Magazin für seine Walther PPK Kaliber 7,65 besorgen könne. Im Prinzip kein Problem, ein Magazin ist ja kein wesentlicher Waffenbestandteil, kann jeder haben (bald geht das nicht mehr, die EU – man versteht).

Aber ich war neugierig und habe gefragt: „Ali, wie kommst Du zu einer Walther? Hast Du eine österreichische Waffenbesitzkarte?“ Darauf Ali, leicht gekränkt: „Natürlich nicht, Doktor, aber türkisch Mann braucht eine Waffe!“

Aha. Türkisch Mann braucht eine Waffe. Afghanisch Mann auch und tschetschenisch Mann überhaupt. Von serbisch Mann und bosnisch Mann gar nicht zu reden. Arabisch Mann frage ich wohlweislich gleich gar nicht.

Das österreichische Waffengesetz ist also nur für österreichische Männer und Frauen gemacht. Man sollte das wissen. Unsere Sicherheitspolitiker wissen das aber nicht.

Übrigens: Ich habe dem Ali das Magazin besorgt. War nicht strafbar und ist nicht strafbar. Wie gesagt – noch nicht.