Migrantisches

Wir wohnen im Gemeindebau

Wir wohnen im Gemeindebau

 

Eine Wildsau hat es an den Tag gebracht. Man erinnert sich: So ein Tier ist in einem Gemeindebau aufgetaucht, hat die Kinder erschreckt, die Cobra ist gekommen und hat der Sache mit einem wohlgezielten Schuß ein Ende bereitet. Kaliber 223 ist zwar etwas schwach für so eine Sau, war aber sicher gut gezielt. Bravo, ihr Leute von der Cobra!

Ob die Wildsau eine Verwandte der Viecher gewesen ist, die vor einiger Zeit von so kindlichen Gemeindebaubewohnern im Lainzer Tiergarten auf schändliche Art zu Tode gequält wurden, ist natürlich nicht bekannt, wäre aber schon säuisch verständlich, wenn man eine solche Tat entsprechend rächen möchte.

Aber bei den Interviews nachher ist einiges klar geworden: die befragten Kinder zeichneten sich durch äußerst bescheidene Deutschkenntnisse aus, hatten also einen ebensolchen Hintergrund, wie die im Lainzer Tiergarten damals tätig gewesenen.

Und da erhebt sich schon die Frage, wer da so in Gemeindebauten wohnt. Gerade hat man im Fernsehen die Wohnungsnot in Wien beklagt und daß man endlich die bösen Hausbesitzer gesetzlich reglementieren müsse, damit die Wohnungen billiger werden. Auf die Idee, daß man vielleicht in den Gemeindebauten nachschauen könnte, wer da so wohnt, was man dort zahlt und wer dort wirklich die Miete und die Betriebskosten blecht, darauf ist niemand gekommen.

Bleibt nur zu hoffen, daß die erlegte Wildsau einem sinnvollen und schmackhaften Mahl gedient hat. Im Gemeindebau aber wohl nicht, weil dort ißt man kein Schweinefleisch.