Sicherheit

Von Generaldirektoren und –rinnen

Von Generaldirektoren und –rinnen

 

Hurra, wir haben endlich eine Frau als Chefin der Polizei. Frau Michaela Kardeis ist unter dem Beifall der versammelten Presse und sonstigen Berufsjublern zur Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit bestellt worden. Der Herr Innenminister ist ganz selig darüber, daß jetzt eine Frau an der Spitze steht. Die Quote als Programm läßt grüßen.

Dazu eine Bemerkung zur Sprachhygiene: Man kann sagen: „Frau Generaldirektor“ und man kann auch sagen: „Generaldirektorin“. „Frau Generaldirektorin“ ist ein überflüssiger Blödsinn. Ist aber allen egal, vor allem den euphorischen Politikern und Journalisten. Hauptsache ein Weib, alles andere ist wurscht.

Öffentlich in Erscheinung getreten sind nur wenige der verwichenen Generaldirektoren. Aufmerksame Beobachter der Politik werden sich noch an den Michael Sika erinnern, der ein sehr beachtenswertes Buch „Mein Protokoll“ geschrieben hat - ziert meinen Bücherschrank; ob man das heute noch bekommt, weiß ich nicht.

Zurück aber zur nunmehr regierenden Generaldirektorin. Mir wurde von Insidern, deren Namen ich aber zuverlässig vergessen habe, erzählt, daß die Generaldirektorin ein großes mentales Problem mit Schußwaffen habe, sie sei also eine sogenannte Hoplophobikerin.

Ob das stimmt, weiß ich freilich nicht, wäre aber doch ein entscheidendes Hindernis für eine solche bedeutende Karriere. Aber wie gesagt, ich unterstelle ihr das keinesfalls und vielleicht ist es nur ein haltloses Gerücht. Aber fragen wird man ja dürfen und so frage ich halt. Sind sie hoplophob, Frau Direktor?

Ich bin natürlich fair. Wenn die Frau Direktor mir schreibt oder mir schreiben läßt, das entspräche nicht den Tatsachen, ziehe ich meine hier in eine Frage gekleidete Vermutung (mehr ist es ja nicht) mit dem Ausdruck meines tiefsten Bedauerns zurück. Der Besuch eines Schießstandes mit mir zusammen wäre natürlich noch schöner, wird es aber nicht spielen.