Sicherheit

45 gegen 9 Para – eine nie endende Diskussion

45 gegen 9 Para – eine nie endende Diskussion

 

Auf welcher Seite Cooper gestanden ist, habe ich gestern ausgeführt. Auf der Seite der 45er, später dann auf der Seite der 10 mm Auto. Er hatte viele Gründe dafür, auch seine reiche Erfahrung hat seine Ansichten bestätigt.

Die 9 Para zu bevorzugen, dafür gibt es einige Gründe. Die meisten aber haben mit der Sicherheit und der Qualität einer Verteidigungswaffe nichts zu tun. Tatsächlich geht es in der Regel um die Kosten. Die 9 mm ist eingeführt, sie ist billiger und auch leichter als die 45er und die 10 mm Auto und sie kann auch von weniger Geübten (den Damen) besser beherrscht werden. Und in das Magazin bringt man auch mehr Patronen hinein. Dazu wieder Cooper: Wer mehr Patronen im Magazin hat, der will auch mehr danebenschießen.

Alles Gründe aber keine wirklichen Argumente. Die Kosten sind im Vergleich zu anderen Aufwendungen beim Militär oder bei der Polizei völlig zu vernachlässigen und die Frage der Beherrschbarkeit könnte durch Unterweisung und Übung ganz leicht gelöst werden.

Entscheidend aber ist bei einer Verteidigungswaffe - und Polizei- und Militärpistolen sind Verteidigungswaffen und sonst nichts – die Wirkung im Ziel und auf das Ziel. Und die mangelhafte Wirkung im Ziel und auf das Ziel macht die 9 Para als Verteidigungswaffe bedenklich. Wer sich auskennt, nimmt was anderes.

Ich habe mich mit vielen Weltkriegsteilnehmern unterhalten. Leute, die an der Westfront wirklich im Einsatz gewesen sind. Die aber haben ihre 08 gegen die Government getauscht, wenn sie die Möglichkeit dazu hatten. Und die Möglichkeiten dazu gab es, weil die Amerikaner Waffen für die Resistance mit Fallschirmen abgeworfen haben, die aber meistens nicht bei den Franzosen sondern bei den Deutschen gelandet sind. Die Praxis hat also die Antwort darauf gegeben, was besser oder geeigneter gewesen ist. Die Munitionsversorgung war auch kein Problem, zumal man bei einer solchen Verteidigungswaffe ohnehin nicht unnötig viel Munition mitführt.

Das hat sich aber auch heute nicht geändert. Wer sich verteidigen muß, der muß das nehmen, was dafür am geeignetsten ist und nicht das, was der Staat ihm deshalb zuteilt, weil er an der Sicherheit seiner Staatsdiener sparen will. Umsomehr aber gilt das für jemanden, der sich das Beste kaufen möchte und das mit seinem eigenen Geld tun muß, denn es geht um sein eigenes Leben, um das Leben seiner Familie und da sollte man nicht sparen.

Die Diskussion um die Polizeipatrone 7,65 mm ist längst beendet. Gott sei Dank. Es ist aber nicht die 357 Mag geworden, die sich damals der unvergessene „Revolverhofrat“ Lichal vorgestellt hat, sondern eben die schwächliche 9 Para. Nur die Cobra hatte damals vorübergehend diese Patrone eingeführt gehabt, sie ist auch längst zur 9 Para bekehrt worden. Logistisch gut, logisch aber nicht.

 

Das Waffengesetz bringt es an den Tag

Das Waffengesetz bringt es wie kein anderes Gesetz an den Tag, daß wir von Idioten regiert werden.

Erstes Beispiel: Das Verbot der Pumpgun. Eine Waffe, die wie keine andere zur Heimverteidigung geeignet gewesen wäre, ist in Österreich eine verbotene Waffe. Einmalig auf der ganzen Welt. Auf Grund der EU-Richtlinie wäre das zwar eine Waffe der Kategorie B, sie ist in Österreich aber total verboten. Sinnlos und blöd. Für die Sicherheit hat das natürlich nichts gebracht, wohl aber für das Ego einzelner Politiker, hier für den Erhard Busek von der ÖVP.

Zweites Beispiel: Polizisten kriegen zwar jetzt einen Waffenpaß, aber nur beschränkt auf das Kaliber 9mm. Gibt es auch sonst nirgends. Hier war die SPÖ schuld daran und die ÖVP hat brav koalitionstreu bei der Trottelei mitgemacht.

Aber jetzt wären die Karten neu gemischt und das Innenministerium käme – wenn es denn wahr wäre – in vernünftige Hände. Wir werden ja sehen, ob hier wirklich die Idioten weiterregieren.