Waffenrecht International

Auf nach Nürnberg! Auf zur IWA!

Auf nach Nürnberg! Auf zur IWA!

 

Natürlich fahren wir von der IWÖ hin. Klar, das war ja seit Jahren immer so. Es geht ja dort nicht nur um die Waffen, um die Munition und um die Ausrüstung. Ist ja schön und interessant, aber deswegen muß man nicht nach Nürnberg, da kann man genauso gut in das Internet schauen oder sich einen Prospekt besorgen.

Es geht dort nämlich auch um Politik. Um internationale Politik, um internationales Waffenrecht und vor allem um die Vorgänge in der EU. Deswegen sind wir in Nürnberg und deswegen wagen wir es auch, auf Kosten der IWÖ hinzufahren. Es gibt ja wichtige Besprechungen, Kontakte, die man knüpfen muß und vielleicht die eine oder die andere Initiative, die für uns legale Waffenbesitzer etwas bringt.

Leicht ist es aber nicht, auf die Messe  zu kommen. Das muß auch einmal gesagt werden. Daß ein Nicht-Fachbesucher eine Einladung braucht, versteht man. Und wer will, wird sich eine solche Einladung zu beschaffen wissen.

Aber seltsam: Heuer wäre die IWÖ beinahe nicht hineingekommen. Wir haben uns angemeldet, dann kam lange nichts und schließlich die Mitteilung, die Anmeldung werde geprüft. Von wem wurde nicht gesagt. Nach einigen Wochen der Bescheid: Nichts ist es mit der Anmeldung. Die IWÖ sei ja weder ein Hersteller oder ein Händler. Eintritt verboten für die IWÖ.

Ein einigermaßen geharnischter Anruf hat das repariert: der Vorstand hat jetzt eine Einladung gekriegt. Der Skandal ist im Ansatz (aber nur durch energische Eigeninitiative) gestoppt worden.

Fragt sich nur, warum die IWA das heuer so handhabt. Erklärungen hätte ich, die meisten davon sind aber eher erschreckend. Wahrscheinlich wären wir als Juden im Jahr 1935 eher in den Reichsparteitag von Nürnberg hineingekommen als jetzt als IWÖ auf die IWA.

Wir sind aber jetzt drinnen. Und ich werde mich auch gerne beim Eintritt vom Verfassungsschutz mit Teleobjektiv fotografieren lassen, wie es jedenfalls voriges Jahr geschehen ist.

Denn bekanntlich decken sich die Terroristen sehr gerne bei der IWA mit ihren Geräten ein. Glaubt zumindest der deutsche Verfassungsschutz, der auch nicht gescheiter ist als der österreichische.