Killercat

Gastbeitrag: Ein Pilz müsste man sein!

Heute ein Gastbeitrag der Killercat!

Ein Pilz müsste man sein!

 

Und zwar ein ganz giftiger. Von dem hat zwar niemand was, aber es lebt sich leicht in Österreich. Das geht so:

 

Zuerst wird man Politiker, jedenfalls tut man so. Wichtig ist, dass einem die Leute wurscht sind und man – wie sich das für giftige Pilze gehört – kein gesundes Innenleben hat. Also kein Gewissen.

Dann spezialisiert man sich. Klarerweise auf etwas, wobei die Giftigkeit nützlich, aber nicht sichtbar ist, nämlich auf „Saubermann der Nation“ oder „Aufdecker“ von allem, was die anderen tun oder getan haben. Manchen Wählern gefällt das und sie wählen pilzig, damit auch weiterhin alles ans Licht kommt, was an Sauereien in der Republik so passiert.

 

Dann pfeift man auf alle, die einen groß gemacht haben und gründet sich selber. Ein paar Österreicher glauben immer noch an den wichtigen Saubermann, weshalb die Pilze ins Parlament ziehen und die Grünen rausfliegen. Soweit so gut.

 

Aber plötzlich steht er vor dem Kadi, weil er sich 2013 einen Sex-Übergriff gestattet hat (oder mehr als nur das). Natürlich wird er freigesprochen wie alle „Gutmenschen“ – wir sind ja in Österreich. Verjährt. Peinlich war’s trotzdem.

 

Ihm nicht. Sofort nach diesem seltsamen Freispruch hat er angefangen, sich ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zurückzudrängen. Irgendwer muss gehen, damit er sein Sesserl im Parlament hat. Es wurde wochenlang gedroht, gestritten, geschoben und bestochen, bis endlich eine gegangen (worden) ist. Die Frau Stern. Die war brav, ist deshalb jetzt Partei-Chefin und bezeichnet diesen Schwachsinn auch noch als „frauenpolitisches Highlight“. Aber ihr Konto stimmt wieder. Die Frau Bißmann hingegen, die ihr Mandat nicht hergeben wollte, wird gefeuert.

 

Der Herr Politiker erfüllt hiermit alle Voraussetzungen, die einen Giftpilz ausmachen. So etwas wäre in jedem anderen Land undenkbar. Und vermutlich freut sich nicht einmal der HBP.

Nur einer freut sich: der ORF.

 

Liebe Grüße

Killercat